Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Category : Die Hardware lebt…

Kabelsalat

Und noch so eine Sache, die ich eigentlich schon seit dem Einzug machen wollte. Wir wohnen im 2. Stock. Über uns liegt der Dritte und dann kommt schon der Dachboden. Und auf dem Dach ist die Sat-Schüssel montiert, ein richtig edles Ding mit Highband, Lowband, vertikalem und horizontalem Frequenzblock. Und weil der Multischalter auch auf dem Dachboden steht, muß pro angeschlossenem Sat-Reciever ein Antennenkabel zu eben diesem Multischalter geführt werden.

Nun haben wir nur ein Kabel (was schon allein ärgerlich genug wäre) – das ist aber leider nur von minderer Qualität und dazu noch geflickt. Auf dem langen Weg vom Dachboden über ein Rohr in den Keller, quer durch den Keller und dann wieder durch ein weiteres Rohr in unsere Wohnung geht also die Signal-Qualität derart flöten, daß digitaler Satelliten-Empfang nur stark eingeschränkt möglich ist (das heißt, die auf die ganzen ARD-Programme müßten wir verzichten). Daß dem so ist, habe ich natürlich erst festgestellt, nachdem ich den neuen digitalen Reciever gekauft und aufgestellt hatte.

Nun bin ich ja hartnäckig und die Leerrohre für die Kabel scheinen einen außreichenden Durchmesser zu haben. Da war natürlich sofort der Traum da, gleich zwei neue Antennenkabel zu ziehen. Also 200m Antennenkabel bestellt, einen Ziehdraht besorgt und los geht’s. Aber schon die Strecke Dachboden-Keller hat ihre Tücken. Ausgerechnet auf dem letzten halben Meter macht das Rohr in der Wand einen gemeinen Knick – und der stellte sich für das Antennenkabel als unüberwindbares Hindernis heraus.

Um wenigstens auf irgendein taugliches Ergebnis zu kommen, dachte ich mir, jetzt legst Du wenigstens ein Netzwerkkabel in den Keller, dann kannst Du wenigstens den lauten Server aus der Wohnung verbannen. Und was stellt sich raus? Auch das Leerrohr von unserer Wohnung in den Keller hat einen Knick und an dem kommt nicht mal der Ziehdraht vorbei.

ARGH!!!

Aber man muß das ja positiv sehen: für den nächsten Umzug habe ich 200m Antennenkabel (beste Qualität), 100m Netzwerkkabel und einen digitalen Sat-Reciever auf Lager.

Neues Netzteil

So ein paar Tage ohne Computer sind für einen 011101001101-süchtigen ein echtes Problem. Und ich habe so meine Zweifel, ob ich mein altes Netzteil in den nächsten Wochen wiedersehen werde. Eine andere Lösung mußte her.

Ich gehöre ja auch zu den Leuten, denen ihr Rechner gar nicht leise genug sein können. Wenn man die einschlägigen Foren durchliest stößt man immer wieder auf Netzteile von Seasonic. Die haben einen Lüfter mit extra-großem Durchmesser, laufen deshalb langsamer und vor allem leiser. Bloß wo bekommt man so ein Ding am Wochenende her? Denn witzigerweise sind die Dinger selbst auf Münchens Hardware-Meile am Bahnhof nicht zu bekommen.

Aber ich bin in Nürnberg fündig geworden. Ein kleiner Hardware-Versender verkloppt von dort aus billig über’s Internet seine Ware. Und um nach Butzbach zu kommen, mußte ich Freitag ohnehin an Nürnberg vorbei.

Einen Anruf war geklärt, daß er eine Ausnahme macht “Eigentlich mache ich ja nur Versand!”. Und um 14:00Uhr stand ich trotz Freitag-Verkehr in einer Wohngegend nahe der Nürnberger Innenstadt und dachte schon, ich hätte mich in der Adresse geirrt. Aber denkste, der Ladenbesitzer lies mich in seine adrette (dem Klingeschild nach WG-) Wohnung rein, Geld hin, Ware her – beide Seiten zufrieden.

Nun schnurrt, nein, flüstert das neue Netzteil in meinem Rechner – und ich ärgere mich über den lauten CPU-Kühler, der beim Gesurre des alten Netzteils nicht aufgefallen war…

Netzteil kaputt

Es gibt Leute, bei denen meldet man sich nie – es sei denn, man braucht was. Burkhard ist so einer. Burkhard ist einer meiner ehemaligen Kommilitonen, als ich in Lübeck an der MUzL Informatik mit Nebenfach Medizin studiert habe. Allerdings hat er das Studium noch früher als ich geschmissen und hat eine Lehre bei JessenLenz gemacht – weswegen er derjenige ist, der mein Gejammere ertragen muß, wenn mein Rechner mal wieder nicht tut.

So auch gestern abend. Ich will in’s Internet, aber der Monitor bleibt schwarz. Kurze Ferndiagnose von Buggy: Netzteil im Eimer. Also Schraubenzieher raus, Netzteil ausgebaut, altes Netzteil aus der Wühlkiste angeschlossen – Rechner läuft. Aha. Burkhard hat also recht. Ein Blick auf die Rechnung von dem defekten Netzteil verrät mir, daß das Ding genau 12 Tage nach Ablauf der gesetzlichen Garantie abgeraucht ist. Das nenne ich mal eine gute Geschäftsstrategie.

Nun bin ich meines Vaters Sohn und habe das Netzteil heute mittag dem Händler zurückgebracht. Und siehe da, der Hersteller gewährt drei Jahre Gewährleistung. Bloß – nachvollziehen konnte mein Händler den Fehler nicht. Bei ihm lief das Netzteil tadellos.

Eingeschickt hat er es trotzdem. Mal abwarten, was dabei rauskommt. Und Buggy hat sich eine Pizza verdient, wenn ich das nächste mal in Lübeck bin (dann melde ich mich nämlich auch immer bei ihm – nicht nur, wenn ich was brauche ;-) )

Internet-Popularität

Wow… jetzt bin ich aber wirklich von den Socken. Seit nicht einmal vierzehn Tagen betreibe ich diesen kleinen Blog, eigentlich vor allem meinem Vater (in Westfalen) zuliebe, der sich ganz gerne mal darüber beschwert, daß ich nie was von mir hören lasse. Und natürlich für Andreas in Texas.

Und ohne eine Werbemaßnahme taucht ein Link auf diesen meinen Blog im Taxi-Blog vom Taxifahrer in Paderborn auf, und mein Hochwasser-Artikel ist im Feuerwehr-Weblog verlinkt.

Liebe Leute, dafür verspreche ich, werde ich in der kommenden Zeit wirklich mehr über die Bayern aus Sicht eines Westfalen schreiben und auch mal über die Einsätze bei der Moosburger Feuerwehr.

Schatzsucher-Schaufel

Ich hatte ja nicht mehr vor dem Wochenende damit gerechnet. Aber gerade als ich heute aus dem Haus gehe, fährt der Weihnachtsmann Paketdienst vor und bringt mir endlich den Scanner.
Plustek OpticFilm 7200i
Ziemlich unscheinbares Kistchen – aber die hat es in sich. Ein Dia- und Negativ-Scanner. Damit werde ich all die kleinen Photo-Schätzchen aus meiner prä-digitalen Zeit heben.

Damit kommt dann auch endlich mein alter Computer wieder in Dienst. Während der scannt, kann ich auf meinem aktuellen Rechner die Bilder bearbeiten (sofern ich meinen Schreibtisch nicht innerhalb von zwei Tagen wieder mit irgendwelchem Schrott, den ich eh besser wegwerfen sollte wichtigen Papieren zustapel.