Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Category : Gedankengänge

Gib vier Pfötchen

Stöckchen werfen ist in der Blogger-Kultur eine Unsitte, die ich nicht so sehr mag. Aber schön – ausnahmsweise nehme ich das Stöckchen von Andreas in Kiev auf, kann ich doch so zum einen mein schlechtes Gewissen, das mich heute beim Mittagessen ob des nun schon mehrere Wochen andauernden Blog-Staus packte, beruhigen und zum anderen Andreas beweisen, daß ich seinen Blog sehr wohl noch lese. Auch wenn er mindestens so selten schreibt wie ich.

Also…

4 Jobs, die du in deinem Leben hattest

  • Faßstapler
  • Postentlader
  • Bettenlieferjunge
  • Schlaflabornachtwächter

4 Filme, die du immer wieder anschauen kannst

4 Orte, an denen du (gern) gewohnt hast

  • Lübeck
  • München
  • Moosburg an der Isar
  • Fürth

4 TV-Serien, die du gerne anschaust

4 Plätze, in denen du im Urlaub warst

4 Webseiten, die du täglich besuchst

  • Spiegel Online
  • Ehrensenf
  • Der Flix
  • goerz.net

4 deiner Lieblingsessen
no comment

4 Plätze wo du gerne im Augenblick sein möchtest

  • Austin
  • Krefeld

4 Blogger, denen du das Stöckchen weitergibst
Weil mir das Stöckchen so gut gefällt, verbuddel ich es lieber, damit es kein anderer findet.

I am my own Cylon

Ausnahmen müssen auch mal sein – und deshalb lasse ich heute ohne eine lange Geschichte folgenden Link fallen:

http://www.wewerecenturions.com/

Und das auch nur deshalb, weil ich gestern die auf Spielfilmlänge aufgeblähte “Kampfstern Galactica“-Folge “Razor” gesehen und für verflixt gut befunden habe.

Hmmm… hat denn niemand die Staffeln auf DVD?

Noch eine Hochzeit

Christian und SteffiWas ist eigentlich dieses Jahr los? Alle heiraten.

Ich hatte vor einigen Woche gerüchteweise gehört, daß auch Christian und Steffi sich getraut haben. Und tatsächlich bestätigt mir Christian gerade im Internet-Chat genau das auf Nachfrage. Schon am 30. April haben die beiden geheiratet. Ganz leise, ganz unkompliziert.

Was ist eigentlich aus der guten alten Zeit geworden, in der man so einen einschneidenden Schritt im Kreis der Freunde vorher bekannt gegeben hat? Ich meine, eine Hochzeit ist doch nicht so, als würde man sich ein Paar Schuhe kaufen.

Trotzdem. Meine herzlichsten Glückwünsche Euch beiden.

Da waren’s nur noch 27…

“Schade… ich hatte gehofft, der hätte noch eine dritte Wurzel. Ich habe wirklich gedacht, der verarscht mich”, sagt Dr. Thummerer, während er die letzten Brocken meines Weisheitszahns unten links aus meinem Zahnfleisch puhlt.

Ja, wir haben heute viel gelacht. Wobei mir eigentlich gar nicht so sehr zum Lachen zumute sein sollte. Ich bin mit fünf Weisheitszähnen gesegnet (gewesen, muß ich jetzt wohl hinzufügen). Und die hat er mir gerade gerissen. Alle fünf, alle auf einen Streich. Und das innerhalb einer Stunde. Dabei waren die oberen nicht besonders dramatisch. Gut… der Neuner oben links (also der zusätzliche Weisheitszahn) hatte sich noch ziemlich tief im Knochen versteckt. Der unten rechts hatte dagegen eine krumm gebogene Wurzel und ließ sich erst nach einer zusätzlichen Spritze und einigem Zureden mit der Fräse zur Aufgabe überreden.

Aber der unten rechts? “Es ist komischerweise immer der letzte, der Probleme macht”, hat mir der Kieferchirurg beiläufig erläutert, während er mir munter das achte oder neunte mal nachspritzt – mittlerweile hatte er den Zahn aufgeboht und direkt in den Zahnnerv die Spritze gesetzt. Ein Vergnügen der ganz besonderen Art. “Aber so lassen können wir es ja auch schlecht.” Recht hat er. Also raus damit. Und nachdem er eine halbe Stunde lang an dem Zahn herumlaboriert hat, ihn schließlich mit der Fräse in mehrere Einzelteile zerlegt hat, hat er ihn endlich raus.

Natürlich rät er mir davon ab, jetzt gleich 170km mit dem Auto heimzufahren. Aber obwohl ich einen naßgeschwitzten Rücken habe, fühle ich mich fit genug. Und tatsächlich muß ich nur einmal Zwischenhalt machen, um mir den Mund auszuwaschen. Die Dame bei Sixt schaut mich nur mitleidig an: “Herr Görz, so geht das nicht. Immer wenn wir uns sehen, haben Sie irgendetwas.” – klar. Denn sie hat nachmittags Dienst. Und wenn ich dann das Auto abgebe, habe ich früher als geplant Dienstschluß.

Die Betäubung im Unterkiefer hätte übrigens wirklich für einen Elefanten gereicht. Erst nach sieben Stunden stellt sich langsam wieder ein Gefühl ein.

Fazit: Es gibt schönere Dinge, als sich die Weisheitszähne ziehen zu lassen. Aber wenn man es bei einem (guten) Chirurgen machen läßt, ist das eigentlich keine große Sache. Vor allem sollte man (wenn es notwendig ist) nicht erst warten, bis sie sich entzündet haben. Denn dann wirkt die beste Betäubung nicht richtig.

Meine Weisheitszähne haben sehr krumme Wurzeln - da macht das Ziehen gleich richtig Freude

Fröhliche Adventzeit

Heute morgen um sechs erst einmal zu Sixt. Die Dame vom Frühdienst hat einen 5er BMW für mich und ein paar aufmunternde Worte, meine Zähne betreffend. Nett.

Um acht in Freising zieht mir Dr. Thummerer endlich die Fäden von der OP vor einer Woche. Tut gut nicht mehr die halbe Backe an den Zähnen festgenäht zu haben. Und ich kann ihn überreden, mich am kommenden Donnerstag für einen Termin zum Ziehen der Weisheitszähne vorzumerken. Überreden deshalb, weil er ja eigentlich um 15Uhr Feierabend machen will (sagt zumindest seine Sprechstunden-Assistenz). Aber ich habe nun wirklich keine Lust, mir erst kurz vor Weihnachten die Beisser rausnehmen zu lassen. Denn in der Woche zwischen drittem und vierten Advent bin ich auf Schulung. Und da will ich vernünftig reden können. Vom Essen über Weihnachten mal ganz zu schweigen.

Ein Kollege hat übrigens drei Termine für seine Weisheitszähne gebraucht. Zum ersten ist er gar nicht erst gegangen, beim zweiten saß er im Wartezimmer – und hat sich schlagartig überlegt, daß er doch dringend einen geschäftlichen Termin wahrnehmen muß – und beim dritten mal wurde er dann direkt in’s Behandlungszimmer gelotst – da hat es dann endlich geklappt.

Raus damit

“Evtl. läßt sich der Zahn noch mit einer Krone versorgen” – das hat Frau Dr. Albert in ihren Kurzbrief an meine Zahnärztin geschrieben. Die entfernt heute morgen das Provisorium und sieht mit einem Blick, was sich die Nürnberger Chirurgin nicht zu beurteilen traute – nämlich daß der Bruch bis unter das Zahnfleisch und unter die Knochengrenze geht. Gleich Überweisung an einen Freisinger Chirurgen, der zur gleichen Diagnose kommt – und in einer Hau-Ruck-Aktion den 6er gezogen.

Naja – gezogen ist das falsche Wort. Also eher – in seine Bestandteile zerlegt, Und dann genußvoll rausgepuhlt. Und weil er damit die Kieferhöhle geöffnet hat (was beim großen Backenzahn zu erwarten war) mußte das ganze auch noch genäht werden. Aber das alles hat der Chirurg recht entspannt und vertrauenserweckend gemacht. Und vor allem hat er nicht jeden zweiten Satz mit einem Konjunktiv begonnen.

Wieso genau habe ich mich eigentlich durch die Wurzelbehandlung im Sommer gequält? Das hätte ich einfacher und billiger haben können… Na, jedenfalls müssen jetzt zeitnah die Weisheitszähne raus. Denn die drängen sonst zu stark auf den 7er.

Naja – ich hatte ja irgendwie gedacht, daß das mit der Zahnentfernung ganz problemfrei klappen würde. Denkste… Dicke Backe, drei Tage Krankschreibung. Da konnte ich gleich mit dem gemieteten 3er BMW wieder kehrt machen und heimfahren.

Seitdem knabber ich Schmerztabletten, profilaktisch Antibiotika und trinke Wasser. Einziger Trost ist, ich kann mir die Zeit mit Due South (Ein Mountie in Chicago) vertreiben. Ich habe seit einigen Wochen alle Staffeln auf DVD (allerdings nur im englischen original, das manchmal grauenhaft unverständlich hingenuschelt ist).

Auch eine Diät: Tabletten und Wasser

Motivierte Zahnärzte könnten…

Frau Dr. Albert ist sich unschlüssig. Ich sitze in einer Praxis in einem eher häßlichen Wohnhaus in der Nürnberger Mitte und frage mich wirklich, ob ich meine Wahl von Zahnärzten von ihrem Internetauftritt abhängig machen sollte. Aber die meisten anderen Kieferchirurgen in Nürnberg haben sich auf plastische Chirurgie spezialisiert. Und ich möchte halt lieber von einem Fachmann der Zahnheilkunde behandelt werden.

Meine Fachmännin hier ist sich allerdings nicht ganz sicher, wie tief mein 6er oben links denn nun gebrochen ist. Motivierte Zahnärzte könnten da vielleicht noch eine Krone draufpacken. Sie würde mir das jetzt lieber provisorisch flicken. Und das macht sie dann auch.

Na klasse – ich bin zu ihr gegangen, damit sie beurteilt, ob der Zahn raus muß. Und genau das hat sie nun nicht gemacht. Dafür ist der Zahn am Ende des Tages nicht gänzlich beschwerdefrei. Ja, sagt die Frau Doktor am Telefon, das könnte sein, daß der Flicken nicht so ganz richtig hält, daß vielleicht doch noch ein wenig Bewegung drauf ist.

So langsam sind mir das ein paar Konjunktive zuviel. Das Zwicken ist nicht so schlimm – das halte ich noch eine Woche aus. Ich laß lieber meine Zahnärztin da einen Blick draufwerfen, bevor ich jetzt noch einmal diese Chirurgin da dran lasse.

Knacks!

Knacks hat’s gemacht. Sehr laut und sehr häßlich. Beim Abendessen, bestehend aus getoastetem Brot und sehr leckerem Aufschnitt. Und danach wollte das essen nicht mehr recht schmecken denn ein Zahn oben links tat weh. Ja, genau der bzw. der. Meine Zahnärztin ist zum Glück auch abends erreichbar und vermutet einen Bruch des Zahns. Und bevor ich nun extra zwei Stunden von Fürth nach Freising fahre, soll ich mal lieber einen Kieferchirurgen in Nürnberg sich das ansehen lassen. Denn wenn der wirklich gebrochen ist, muß er wahrscheinlich raus. Und dann müßte sie mich eh zu einem Chirurgen weiterschicken.

Hochzeitsglocken

Öh… ja… bin ich jetzt erstaunt, verblüfft? Oder einfach nur von den Socken? Gerade hat mir Silvia in einer Rundmail mitgeteilt, daß sie ihren Benjamin vergangenes Wochenende (ganz klein im Kreis der Familie) geheiratet hat.

Da war natürlich ein Anruf Pflicht um meine herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln.

Puh… wieviele Jahre jünger ist Silvi als ich? 8? 9? 10? Und Timo, der im Juni geheiratet hat, ist ja nun auch einige Jahre jünger als ich. Sollte ich vielleicht langsam Torschlußpanik bekommen?

Schweigend zugesehen

Das ist nun wirklich peinlich. Der Bundestag hat am 9. November 2007 mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD den Gesetzentwurf zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland beschlossen (Details siehe hier). Daß, laut Protokoll des Bundestages, ausgerechnet die beiden MdB für den Wahlkreis Fürth Christian Schmidt (CSU) und Marlene Rupprecht (SPD) ihre Stimme nicht abgegeben haben (also sich nicht enthaltenhaben, sondern (vermutlich) der Abstimmung ferngeblieben sind) ist nicht nur peinlich sondern macht mich wirklich fassungslos.

Ich werde die beiden mal fragen, was sie von dieser Abstimmung ferngehalten hat.

RIP