Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Category : Live-Rollenspiel

Alter Stoff – Slaves to Darkness 2

Ich höre immer wieder, daß das Internet so vergänglich sei – das stimmt auch und doch stimmt es nicht. Denn es gibt das Online-Archiv.

Aber der Reihe nach. Nachdem ich vor einigen Monaten Burg Hohnstein besucht hatte, bin ich heute eher durch Zufall auf einen uralten Link gestoßen, unter dem eine Fotoreportage für die Dreharbeiten zu einem Film vom Slaves to Darkness II im Januar 1996 zu finden sein sollte. Die Homepage gab es aber schon lange nicht mehr.

Also habe ich ein wenig im Archiv gestöbert und tatsächlich: dort kann man die Reportage finden. Die Bilder waren schnell gesichert, aber nun war meine Neugierde geweckt.

Es war ein gutes Stück Arbeit aber nach einigen geschickten Suchanfragen hatte ich in den Tiefen des Internet die Handynummer von dem Macher der Doku-Seite, Martin Fiedler, gefunden.

Ein nettes Telefonat später wußte ich zwar, daß die Chancen eine digitale Kopie des Films zu bekommen gleich Null ist – aber Martin gab mir die Genehmigung, seine Photos mit Text in meine Photosammlung vom Slaves aufzunehmen. Und entsprechend sind sie nun
hier zu finden.

“Mein letzter Wille” – ein Kurzbericht

Dank der Arbeit kam ich am Donnerstag erst um 22Uhr auf den Weg nach Österreich – aber das tat meiner Vorfreude keinen Abbruch. Und als ich dann endlich um 1:30Uhr da war, wurde ich auf Schloß Wetzlas mit großem Hallo begrüßt.

LARPs von der LARP-Schmiede sind einfach die Wucht. Die Leute sind unglaublich nett, der Spielstil angenehm entspannt, dafür sind die Plots spannend und das Essen… dieses un-glaub-lich phänomenale Essen. Allein das Frühstücksbuffet entlockt mir schon Seufzer der Verzückung.

Der Plot lief diesesmal frei nach der Weihnachtsgeschichte von Dickens: Der kinderlose Baron Hamis mel Bragon suchte einen fähigen Erben und wollte den durch finden, indem er mutige Helden durch ein Verließ mit allerlei Gefahren laufen ließ – was immer dort von den Helden gefunden wurde, durfte behalten werden. Was der Baron dabei verschwieg war freilich, daß er aufgrund seiner Habgier verflucht war, keine Freude an seinem Reichtum haben zu können. Indem er nun seinen Reichtum verteilte, ging der Fluch auf jeden über, der ein Stück des Besitzes an sich nahm.

Das brachte die Helden nicht schlecht in Panik und viele verzichteten dann doch gerne auf die Reichtümer – was sehr schade war. Denn als am Ende der Baron verschied, war der Fluch gebrochen. Und wer nun aller Quälgeister zum trotz an Goldmünzen und magischen Artefakten festgehalten hatte, konnte sich nun an seinem Besitz erfreuen. Merke: Habgier zahlt sich am Ende eben doch aus.

Ich für meinen Teil habe mich allerdings auf einen Nebenplot gestürzt. Denn der Baron hielt auch noch ein Einhorn gefangen – und das wollte meine Figur Bonames “Bo” Bohemund unbedingt befreien – was mit Hilfe einiger Freunde dann auch gelang. Ganz von der Reinheit unseres hohen Ziels beflügelt verzichtete unsere Gemeinschaft denn auch auf jede schnöde weltliche Belohnung. Dem Einhorn die Freiheit wiederzugeben schien Lohn genug – was bei dem, was da an Schätzen drin war (und das ohne jeden Fluch) allerdings auch als Einfalt bezeichnet werden könnte ;-)

Mein letzter Wille

Photos habe ich leider fast keine gemacht, was echt schade ist, bei dem, was da an Kostümierungen herumlief (Photo oben stammt von Marcus)…

Paket aus Westfalen für den Westfalen

Ein vor der Tür auf mich wartendes Paket entlockt mir ein tiefes und glückliches Lachen – und der Inhalt noch viel mehr. Stella hat trotz Klausuren-Streß, trotz Modenschau-Streß, trotz Aufträge für Karneval doch noch Zeit für eine neue LARP-Tunika für mich gefunden. Und die dann auch noch handbemalt. Das heißt, ich kann zum LARP am Wochenende, dem österreichischen “Mein letzter Wille” der LARP-Schmiede, im neuen Gewand gehen. Ich werd zeitnah ein Photo einstellen.

Und Stella bei nächster Gelegenheit lobhudeln – die Tunika ist fantastisch.

Stars und Sternchen

Sie ist wieder eine Runde weiter. Sie – das ist Birgit, auch Hosch genannt. Die ist Live-Rollenspielerin aus Wien und ich bin ihr dieses Jahr zwei-dreimal über den Weg gelaufen – das letzte mal im September auf Schloß Wetzlas bei den “Tagen der Tapferkeit”.
Hosch
Daß sie Musikerin ist, wußte ich. Aber daß sie sich im Sommer bei der ORF Fernsehsendung Starmania beworben hatte, hat mich dann doch überrascht. Meiner Meinung nach spricht für ihr musikalisches Talent, daß sie es unter die letzten zwölf Finalisten geschafft hat. Denn dem Klischee eines magersüchtigen blonden Dummchens die in solchen Shows vor allem zu finden sein sollen entspricht sie gerade nicht.

Woche für Woche singen nun jeden Freitag die Finalisten ihre Lieder und buhlen um die Gunst des Publikums. Und jede Woche scheidet wieder einer aus, bis am Ende dann der Sieger feststeht. Und ähnlich wie bei Deutschland sucht den Superstar holt das ORF dann das Maximum an Gewinn aus Auftritten und Merchandising heraus. Da frage ich mich, ob ich Hosch wirklich den Sieg wünschen soll – aber Glück und Erfolg wünsche ich ihr in jedem Fall.

Und ich drücke ihr jetzt jeden Freitag die Daumen – obwohl das heißt, die furchtbaren Moderationen von Arabella Kiesbauer ertragen zu müssen. Was tut man nicht alles…

Rückehr auf die Hohnstein

Unterer Burghof

Burg Hohnstein ist ein sehr wichtiger Punkt in meinem Leben. Mit ihr verbinde ich zwei sehr aufwendige Live-Rollenspiele, Slaves to Darkness II und III. Das Dreier war meine Feuertaufe als Spielleiter, es war das erste mal, daß ich erlebte, wie ein gut durchorganisiertes LARP aussehen kann – und wieviel trotzdem schief gehen kann. Wobei Feuer das falsche Bild ist. Bei -32° ist uns der Diesel in den Autos flockig geworden. Zeitweilig habe ich auf dem LARP sogar den Laden zusammengehalten, als der Organisator Daniel für knapp einen Tag ausgefallen war – was war ich stolz danach.

Burg Hohnstein liegt in der sächsischen Schweiz, südöstlich von Dresden. Irgendwo im Nirgendwo. Die Burganlage ist recht groß. Über zwei Burghöfe sind mehrere Gebäude verteilt, ein Paradies für Liverollenspieler. Die Burg liegt oberhalb einer Schlucht – das heißt der dem Dorf Hohnstein abgewandten Seite geht es dreißig Meter in die Tiefe. Und darunter erstreckt sich der Beerengarten, ein Naturschutzgebiet. Einfach ein toller Ort.

Blick vom Turm auf den oberen Burghof

Nach dem Slaves 3 war es dann leider vorbei mit dem Spielort Hohnstein. Die Jugendherberge wurde an den Bund der Naturfreunde verkauft, die (zumindest damals) LARPern gegenüber nicht so aufgeschlossen waren.

Aufstieg in den Burgturm

Nachdem ich mich von Görlitz auf dem Rückweg nach Moosburg befand, wollte ich die Zeit für einen Besuch nutzen. Vieles ist beim alten geblieben – und einiges hat sich verändert. Der Gewölbekeller, in dem Daniel im Schein von Feuerschalen dem sächsischen Lokalfernsehen ein Interview gab und darüber fabulierte, daß der Ritter Ozelot hier auf das Mütterchen mit der Holzkiepe treffen könnte, ist heute frisch geweißt und beherbergt ein kleines Museum. Der Pavillion, in dem wir einen komplizierten Tempel mit Wasserspielen installiert hatten (den wir uns dann wegen der Kälte dann aber doch nicht in Betrieb zu nehmen trauten) bietet heute einer Kletterwand für Kinder Platz. Den oberen Burghof ziert nun ein großer Cola-Automat. Und die notdürftigen Geländer an den Burgmauern sind Sicherheitszäunen gewichen.

Nur der alte Esssaal scheint genau so, wie wir ihn verlassen haben. An der Decke hängt immernoch das gleiche alte Netz, das unsere Spieler so nervös gemacht hatte. Und die gleiche bunte Lichterkette. Nur die schönen Holzstühle mit 50er-Jahre-Charme sind billigen Plastikstühlen gewichen.

Der Speisesaal

Für mich ist die Erinnerung lebendig. Es hat gut getan, zurückzukehren. Wer weiß – vielleicht veranstalte ich hier mal wieder was? 2008? :-)

Photos vom Slaves to Darkness 2

Photos vom Slaves to Darkness 3
NC’s Fantasy-LARP Photos

Unter Elben

Ich komme gerade vom Elbenbündnis-Treffen im Taunus – nein, nicht, weil ich selber Elben-Darsteller wäre. Das wäre mit Bart ja auch ziemlich albern. Nein, zum einen kenne und mag ich einige Spieler der Gruppe Elbenlager, zum anderen hatte ich auf einige nette Photos gehofft.

Die Stimmung war prima, gespielt wurde nur ein paar Stunden am Samstag, der Rest der Zeit wurde mit gemütlichem Beisammensein und Schlemmen verbracht. Und die jungen Nachwuchsspieler lauschten andächtig den Geschichten von uns Alten, die wir schon Rollenspiel betrieben, als sie noch gar nicht auf der Welt waren…

Tom und Niels Christian

Bloß mit den Photos sah es nicht gut aus. Statt warmer Herbstsonne gab es kalten Nieselregen. Ich habe mir dann kurzentschlossen aus einem Stück goldener Rettungsdecke, ein paar Streifen Gaffer-Tape und einem Pappkarton einen prima Reflektor für meinen Blitz gebastelt. Die Ergebnisse sind überraschend gut geworden und (wie immer) in meiner Gallerie zu finden.

Mein erstes Cover-Bild

LARPzeit Ausgabe 14

Wenn Ihr in den nächsten Wochen einmal in einem Bahnhof durch einen Kiosk geht, dann achtet doch einmal auf das Regal mit den Mittelalter- und Rollenspiel-Zeitschriften. Ich habe gerade die Email von Christian, dem Layouter der LARPzeit bekommen. Ein von mir geschossenes Photo wird die Titelseite zieren. Ich bin echt stolz wie Bolle :-)

Das Bild habe ich unter den riesigen alten Bäumen im Garten von Schloß Wetzlas in Niederösterreich auf den “Tagen der Tapferkeit” aufgenommen. Ausschlaggebend waren neben dem Motiv (Marcus als Feuermagier Rhayad mit seiner Begleiterin, der Wassermagierin Sanguria) die herbstlichen Farben im Hintergrund.

Drachenfest 2006 – Tupfer DRAUF!

Nachdem mein erster Anlauf für einen Bericht doch zu einer Erklärung über das Drachenfest-Konzept mutiert ist (ich muß schließlich Rücksicht auf all die Nicht-Rollenspieler nehmen), hier also der zweite Versuch über meine Eindrücke vom DF zu erzählen.

Niels Christian auf der Suche nach MotivenIch habe mich in den letzten Jahren immer gewehrt auf eine so große Veranstaltung zu gehen. Aber nachdem mir Corinna so von ihrem ersten Drachenfest vorgeschwärmt hatte, konnte ich ja gar nicht anders als uns auf den Spieletagen in Essen gleich bei der ersten Gelegenheit anzumelden.

In der Zwischenzeit ist viel Wasser die Isar runtergeflossen, ich bin nicht mehr mit Corinna zusammen, sie konnte nicht wegen krankem Fuß und ich, der ich ja eigentlich keine Massenaufläufe mag, bin hingefahren. Aber nicht allein, ich war mit dem mobilen armierten Söldner-Hospital (kurz M*A*S*H) unterwegs und hatte Lilly, Steffi und Christian davon überzeugt, auch mitzumachen.

Das Drachenfest ist groß – verdammt groß. Normalerweise gibt es auf einem Live-Rollenspiel einen festen Spielort (vielleicht eine Burg oder einen Zeltplatz). Wenn man den verläßt, findet man vielleicht noch ein zwei andere kleine Spielorte in den umliegenden Wäldern – und das war’s. Auf dem Drachenfest kann ich 20 Minuten in eine Richtung gehen und treffe immernoch Teilnehmer des Spiels. Da wird aus dem Spielort wirklich eine Spielwelt.

Alle Lager, selbst die Orks, respektieren die Neutralität des MASH als Feld-Lazarett. Das gibt mir im Spiel die große Freiheit, jedes Lager zu besuchen ohne Kriegsgefangenschaft oder Schlimmeres befürchten zu müssen.

Leider ist die sanitäre Situation ziemlich mies. Drei Toilettencontainer und zwei Duschcontainer plus einiger Dixiklos, sind schlicht zu wenig. Als Stadtbewohner bin ich aber recht nah an den Containern untergebracht und kann deshalb nicht allzusehr klagen. Abgesehen davon ist auch Chris wieder mit ihrem Badehaus da. Und sich mit ihr gut zu verstehen verkürzt meine Wartezeit auf einen Zubergewaltig :-)

Das Wetter spielt über weite Strecken gut mit und spült uns erst am Ende der obligatorischen Endschlacht mit einem kräftigen Schauer zurück in unser Lager.

Ich hatte meinen Spielspaß – das lag aber vermutlich vor allem daran, daß ich mit den schlimmsten Befürchtungen hingegangen bin. Wenn man keine Erwartungen hat, können die auch nicht entäuscht werden ;-)


Winke-winke, Kontinent versinke!

Photos gibt’s wie immer in meiner Gallerie.

Das Drachenfest-Konzept

Das war also das Drachenfest 2006 in Diemelstadt. Die Presse überschlägt sich und nennt es wahlweise die größte Live-Rollenspiel-Veranstaltung in Deutschland, Europa oder gleich der Welt. Was davon nun stimmt, kann ich nicht sagen – aber immerhin – groß war es ganz sicher. Die Teilnehmerzahlen schwanken irgendwo zwischen 4.500 und 5.200. Und tatsächlich waren da nicht nur Deutsche sondern Italiener, Holländer, Franzosen und was weiß ich nicht wer noch alles.

TuuuutDie Grundidee hinter dem Spiel ist in etwa folgende: Über das Drachenland herrschen Gott-gleich die Drachen. Jeder Drache steht für ein bestimmtes Attribut, also zB Gerechtigkeit, Verschlagenheit, Natur etc. Und damit man sie leichter auseinanderhalten kann, haben sie praktischerweise unterschiedliche Farben, also gold für Gerechtigkeit, silber für Wissen, grün für Natur und so weiter.

Nun wäre es fürchterlich mühselig, wenn sich die Drachen die Herrschaft teilen müßten – denn Kompromisse zwischen so unterschiedlichen Gesellen zu finden, wäre alles andere als leicht. Deshalb wird einmal im Jahr das Drachenfest ausgetragen. Da sammelt jeder Drache möglichst viele Streiter aus aller Herren Länder unter sein Banner. Die so entstehenden Drachenlager einen sich im Laufe des Festes durch Diplomatie und Schlachten zu zwei großen Lagern – das heißt, am Ende stehen sich nur noch zwei Drachen gegenüber, die restlichen haben eingesehen, daß sie nicht stark genug sind und unterstützen deshalb jeweils einen der beiden. Es folgt die obligatorische große Feldschlacht, in der sich die beiden Seiten gegenseitig ein’s auf die Mütze geben – und am Ende entscheidet sich so, welcher Drache für das kommende Jahr die alleinige Regentschaft über das Drachenland hat.

Drachen darzustellen ist im Live-Rollenspiel beliebig aufwenidg. Deshalb hat jeder Drache einen Avatar, einen menschlichen Abgesandten, durch den er spricht. Es taucht also auf dem ganzen Drachenfest kein einziger Drache auf. Und weil die Lager nur mit Spielern bestückt wird, reduziert sich der organisatorische Aufwand für die Spielleitung darauf, die Darsteller für diese Avatare zu stellen. Das Konzept nennt sich dann “Spieler gegen Spieler” und ist für durchschnittliche Live-Rollenspiele recht ungewöhnlich, in denen sich normalerweise der mutigen Spielerschar ein durch NSCs (von der Spielleitung gestellte Statisten) gemiemter Feind entgegenwirft. Dieses “Spieler gegen Spieler”-Konzept entlastet die Spielleitung, und sie kann sich auf die eigentliche organisatorische Arbeit, die bei so einem großen Fest natürlich enorm ist, konzentrieren.

Die Irren bauen sich wirklich eine komplette Festungsanlage

Normalerweise kümmert sich auf einem Live-Rollenspiel die Spielleitung um Kulissen und Requisiten und erschafft so die Spielwelt. Auf dem Drachenfest sind die Spieler dagegen selbst für die Herrichtung ihrer Spielwelt verantwortlich. Einige reisen schon Tage vor der Veranstaltung an und bauen riesige Verteidigungsanlagen, um ihr Drachenlager gegen Angreifer zu schützen. Hinter diesen Pallisaden entstehen kleine Zeltstädte, die mit viel Liebe zum Detail zum Beispiel mit Kräutergärten, Tempeln und ähnlichem verschönert werden.

Von so einer Großveranstaltung wollen natürlich auch die Zulieferer für Live-Rollenspiel-Bedarf profitieren. So gibt es eine Stadt, in der eine Vielzahl von Händlern aus ganz Europa halb im Spiel, halb außerhalb, ihre Waren anbieten. Eine gute Gelegenheit für die Spieler, sich die Sachen, die viele nur aus dem Internet kennen, einmal direkt anzusehen. Und über den Preis läßt sich so auch leichter verhandeln.

Hinter dem Drachenfest steckt Fabian Schlump, seit 1996 Betreiber des Live-Rollenspiel-Ladens Schatzkammer in Köln. Fabian gehört zu den alten Hasen in der deutschen LARP-Szene – und er hat es geschafft, das Drachenfest zu einem LARP mit Kultstatus zu machen – was nicht zuletzt daran liegen dürfte, daß jeder Spieler durch seine Arbeit und Kreativität zum Erfolg (oder Mißerfolg) des Drachenfest beiträgt.

Galladoorn 13 – Volksspektakel zum Zweikönigstag (Brot und Spiele für das Volk)

Auf die Live-Rollenspiele der Gilde der Drachenreiter schaffe ich es fast nie – und das ist ziemlich schade. Als Orga sind die Drachenreiter nämlich ganz große Klasse, erfahren und recht routiniert. Da fühlt man sich gut aufeghoben. Kein Wunder, den Darmstädter Verein gibt es seit 1993 und er dürfte damit einer der ältesten LARP-Vereine in Deutschland sein.

Was so eine Zwergentochter ist, die haut auch den stärksten Krieger umDas zeigt übrigens auch, wie alt unser Hobby mittlerweile ist. Aus den Schülern und Studenten von einst sind mittlerweile Familienmütter und -väter geworden und so mischen sich unter die Schüler und Studenten von heute ein paar Vorschulkinder, für die das ein Riesenspaß ist. Wie allerdings die anderen Kinder reagieren, wenn die Kleinen am Montag im Kindergarten von Zwergen und Elfen erzählen, weiß ich nicht.

Galladoorn 13 war nach all den düsteren Kriegs-LARPs, die die Drachenreiter in den letzten Monaten veranstaltet haben, endlich mal wieder ein ganz entpsanntes fröhliches Treiben. Als Turney angekündigt gab es allerlei Wettbewerbe (und ich habe immerhin den Armbrustschützen-Wettbewerb gewonnen).

Noch am Freitagabend wurde ich, kaum daß ich mein Zelt aufgebaut hatte, von Patty zum geselligen Bad im Badehaus eingeladen. Ich bin ja eigentlich nicht so ein Zuber-Fan. Aber ich muß zugeben, mit Durchlauferhitzer hat die ganze Sache was.

Das Wetter blieb uns bis zum Sonntag hold. Aber kaum hatten wir fast alles verstaut, begann es wie aus Kübeln zu gießen. Das war’s dann wohl erst einmal mit dem heißen Sommer.

So ganz nebenbei wurde ich als Photograph gewarnt – es sei eine Dame anwesend, von der das Gerücht umginge, sie würde Kameras “unglücklich zu Boden fallen lassen” sollte ihr Wunsch nicht abgelichtet zu werden nicht respektiert werden. Ich habe Chris, “die Katz”, später dann als Chefin des Badehauses kennengelernt und muß sagen: Sie ist erstens sehr nett und möchte zweitens wirklich nicht photographiert werden. Natürlich respektiere ich, ganz Profi, diesen Wunsch (nicht zuletzt meiner 300D zuliebe ;-) ).

Photos gibt’s wie immer in meiner Gallerie.