Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Category : Umzug Feb’06

Grrrrr – Nebenkostenabrechnung

Meine alte Vermieterin war ja schon immer ein Quell steter Freude – so auch heute, an meinem Geburtstag. Da bekomme ich nämlich nach knapp einem Jahr endlich die Nebenkostenabrechnung für den Zeitraum April 2005 bis März 2006 präsentiert – vier Tage bevor sie verfallen würden.

Ungerechtfertigte Nebenkostenabrechnung

Knapp 470,-Euro soll ich nachbezahlen. Nach dem ersten Schreck ein Blick in den Mietvertrag und in meine alten Kontoauszüge (ist schon praktisch, wenn man alles aufbewahrt) – und siehe da: statt dem von mir geleisteten Vorauszahlungen von 1320,-Euro nimmt die alte Frau doch tatsächlich an, ich hätte “nur” 880,-Euro bezahlt. Und so bleibt von der Nachforderung nur noch 28,41Euro übrig. Na, auf das Schreiben von meinem Antwortbrief freue ich mich schon jetzt.

Wenn ich daran denke, wie die sich quergestellt hat, als es um die Wohnungsübergabe ging – und dann das Theater um die Mietkaution. Bah!

Männer und Bohrmaschinen

Ich habe den optimalen Platz für den Sender vom Funknetzwerk (vulgo WLAN-Router) gefunden: Das Treppenhaus. Von dort aus kann ich überall im Haus mit meinem Laptop in’s Internet. Und die komplizierte Verkabelung entfällt auch. Bloß gibt es genau da keine Steckdose. Und ein Verlängerungskabel kam an der Stelle nicht in Frage.

Aber wozu gibt es lange Bohrer… dachte ich… bis das Licht ausging.

*hüstel*

Die Dame von der Schadensabteilung der Versicherung HUK war dann auch sehr verständnisvoll und es entspann sich folgender Dialog:

“Na? Sie haben wohl viel zu tun – ich hatte ständig nur ein Besetztzeichen. Freitag abend, da kommen alle Möchtegern-Heimwerker heim und legen los?”

“Also eigentlich sind es eher Verkehrsunfälle”

“Ach so – ja, ich bin aber einer von den Heimwerkern. Bohrmaschine, Loch in der Wand, Stromkabel… raten Sie mal, wie die Geschichte weitergeht.”

“Herr Görz, ich schreibe dann mal auf: “Wollte Loch in die Wand bohren und hat dabei versehentlich eine Stromleitung angebohrt…”

“Dafür haben Sie schon ein passendes Macro, was?”

“Nö… das müssen wir noch per Hand eingeben. Also, Herr Görz, ich lasse Ihnen dann mal die Schadensmeldung zukommen, die reichen Sie dann zusammen mit der Handwerkerrechnung ein.”

“Ja wie…? Und das war’s? Kein peinlich genaues Verhör unter blendendem Scheinwerferlicht? Ob das auch wirklich ein Unfall war?”

“Nein… aber wenn Sie wollen, kann ich da was arrangieren.”

So schnell erwischt man ein Stromkabel

Jetzt habe ich mein Loch in der Wand – bloß wesentlich größer als geplant. Denn so kann der Handwerker die angeritzte Leitung reparieren. Und ich kann endlich mein Kabel verlegen.

Schon wieder Umzugskartons

Am vergangenen Dienstag ist Corinna abends aus der Kur zurückgekommen. Zwölf Wochen war sie fort – eine verflixt lange Zeit, in der viel passieren kann. Geplant war eigentlich, daß wir die Doppelhaushälfte jetzt gemeinsam einrichten. Aber daraus wird nun nichts. Wir haben uns getrennt und schon am kommenden Freitag wird Corinna ausziehen.

Die Kartons waren zum Großteil nicht einmal ausgepackt

Ja… nun stehe ich da, allein mit 140m² Doppelhaushälfte. Es riecht alles nach einem Umzug 2006 – Teil II…

Entkalker

Fünf Uhr wecken, halb sieben Müllmänner abfangen, denen drei Riesensäcke Abfall aufschwatzen, obwohl sie den eigentlich gar nicht mitnehmen dürfen, ein paar Sachen packen, halb acht den Installateur begrüßen, der den Warmwasserboiler in der alten Wohnung entkalkt… so langsam geht es mit dem Umzug auf die Zielgerade.

Wohnungsputz

Corinna hat sich heute an den Umzugsarbeiten beteiligt und hat gleich noch ihre Eltern mitgebracht. Leider mußte sie schon um 16Uhr wieder zurück zur Kur, aber ihre Eltern sind bis abends um neun geblieben. Die alte Wohnung ist jetzt komplett gestrichen, mein altes Arbeitszimmer geräumt und die Wohnung glänzt, wie sie nicht einmal bei meinem Einzug vor über drei Jahren geglänzt hat.

Volles Programm

Mein lieber Schwan, was haben wir in den letzten drei Tagen geschafft. Keller komplett geräumt, Wohnung (bis auf mein Arbeitszimmer) geräumt, zwei Drittel der Wohnung gestrichen (danke, Jan), Sperrmüll abtransportiert. Und das alles nur mit dem Volvo. Der Ameisenumzug geht weiter.

Das war natürlich nur möglich, weil mein Vater am Sonntag gekommen ist und seither nicht nur kräftig mitgeholfen sondern auch zur Arbeit “motiviert” hat. Für ihn geht es heute weiter zu meiner Schwester Kathrin, Kinder hüten, und von da weiter zu meiner anderen Schwester Mareke, um bei ihrem Umzug zu helfen. Wie war das mit dem Ruhestand?

Was nicht paßt…

Ich habe heute viel gelernt. Es ist zum Beispiel nicht unmöglich, einen Schrank mit den Maßen 220x50x60cm durch ein Treppenhaus mit einer Breite von weniger als 200cm zu bugsieren. Danke an Thilo und Dimitar für diese kleine Lektion.

Mit dem Hänger sind wir heute siebenmal hin- und hergependelt. Jetzt sind eigentlich alle großen Möbelstücke raus. Dafür wird jetzt umso klarer, wieviel Kleinkram sich in einer Wohnung ansammeln kann. Oh Mann…

Wirre Träume und frostiges Erwachen

Was man in der ersten Nacht in einer neuen Wohnung träumt geht ja angeblich in Erfüllung. Dann bin ich mal gespannt. Denn alles, was ich heute Nacht erträumt habe, war wirres Zeug, zusammenhanglos und so richtig will sich mir kein Sinn erschließen,

Dafür ist das Haus kalt. Die Fußbodenheizung will einfach nicht warm werden. Meine Forschungs-Expedition in den Heizkeller bringt als Ergebnis zwei Schieber, die meiner Meinung nach geöffnet sein müßten. Unsere Vermieterin ist sich ebenfalls nicht schlüssig, aber im Gegensatz zu mir nicht zimperlich: “Probier’n ma’s halt aus!”

Es rauscht, die Leitung wird sofort kalt. Kalt? Ja – denn der Ablauf der Fußbodenheizung war zugeschiebert. Kalt ist also gut. Und die Butze wird langsam warm.

Umzugshelfer

Der Orden für den spontanen Umzugshelfer geht an *trommelwirbel* Jan. Den habe ich gestern zufällig in Simones Comicbuchladen am Ostbahnhof getroffen. Und weil er heute nichts vor hat, ist er spontan vorbeigekommen.

In Thonstetten (einem Kaff vor Moosburg) gibt es einen 24h-Automaten-Anhänger-Verleih. Vier mal pendeln wir zwischen alter Wohnung und neuer Doppelhaushälfte. Am schwierigsten ist der Transport von Pits Käfig. Zumal sich herausstellt, daß die Zimmertüren im Keller 81cm breit sind, Pits Käfig aber 84cm.

Trotzdem – dank Jans unermütlicher Motivation haben wir echt viel geschafft. Den Riesen-Eßtisch ebenso wie die Betten. Zur Belohnung gibt’s ein Abendessen beim Italiener, wo wir Simone, Michael und Jana treffen.

Heute Nacht schlafe ich zum ersten mal in der neuen Doppelhaushälfte.

Schlüsselübergabe

Es ist soweit. Um zehn Uhr übergibt mir unsere neue Vermieterin den Schlüssel für die Doppelhaushälfte. Wir gehen alle Räume durch, aber ich kann beim besten Willen keine großen Mängel entdecken.

Jetzt geht es endlich los. Gut, daß wir jetzt umziehen…