Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for Dezember, 2005

Verschleppte Grippe

Wann war ich eigentlich das letzte mal so richtig erkältet? Muß schon eine Weile her sein. Dafür gibt es heuer die volle Packung: Verspannte Schultern, verstopfte Nase, kratziger Hals, trockener Husten…

Ich habe ja meine entzückenden Nichten Svea und Annik in Verdacht. Denen ging es über Weihnachten nämlich ähnlich.

örgs…

Silvester 2005 fällt für mich aus.

Einen Abend alleine

5. Dezember – Nikolaus-Abend. Und weil der Nikolaus auch bei den Vermietern der Doppelhaushälfte, mit der alles in’s Rollen kam, zu Besuch ist, bekommen wir den Schlüssel und dürfen ein zwei Stunden alleine durch das Haus laufen.

Die Küche dürfen wir behalten, wenn wir mögen

Die Küche dürfen wir behalten, wenn wir mögen – oder der Vermieter reißt sie raus, falls wir eine eigene mitbringen möchten. Na, die nehmen wir doch gerne.

Das Badezimmer hat Dusche und Wanne

Das Bad ist riesig und hat Eckwanne und Dusche.

Ein Wehrmutstropfen: Eines der beiden Zimmer im 1. OG ist ein Durchgangszimmer mit Treppe zum ausgebauten Dachboden.

Zur Abwechslung ein Reihenmittenhaus

Also noch eine Alternative. Wobei das Telefonat ziemlich abschreckend war wenig Grund zur Begeisterung gab. Die aktuellen Mieter suchen einen Nachmieter, der ihnen all die tollen Dinge ablöst, die sie in die Wohnung investiert haben.

Aber erst einmal zu dem Haus selber. Es liegt in der Moosburger Neustadt, einem Viertel, das nach dem Krieg rund um das ehemalige Kriegsgefangenenlager STALAG VII A entstand. Aus den 50ern dürften auch die Reihenhäuser stammen, die hier dicht an dicht stehen und nur Platz für eine schmale Gartenparzelle lassen, die zu allen Seiten gut einsehbar ist.

Ursprünglich dürfte jedes Reihenhaus für zwei Wohnparteien gedacht gewesen sein, der Dachboden als Speicher und Trockenraum. Entsprechend ist das Treppenhaus nicht Bestandteil der Wohnungen. Auf jeder Etage gibt es stattdessen eine Wohnungstür zum Treppenhaus, wodurch die Stockwerke vollkommen von einander seperiert werden. Die jetzigen Mieter haben Erdgeschoss und 1. Stock zu einer Wohnung zusammengefaßt, den Dachboden ausgebaut und dann untervermietet.

Corinna ist nicht begeistert

Gleicher Mietpreis, 3000,-Euro Ablöse für ein Gartenhaus, eine Kücheneinrichtung, ein etwas windig gezimmerten begehbaren Kleiderschrank und ein paar Regale für insgesamt viel weniger Wohnlichkeit als in dem Sparkassen-Angebot? Neeee…

Alter Traum

Freitag und Samstag waren… nun ja… unschön. Wir haben ziemlich mit unserer Entscheidung herumgestöpselt, ob wir nun die DHH nehmen sollen, oder nicht. Donnerstag waren wir gemeinsam mit der Maklerin noch einmal drin und haben Freitag telefonisch die Zusage bekommen, daß die Vermieter mit unseren finanziellen Vorstellungen einverstanden sind. Also alles in Butter? Nicht ganz. Denn dann ging die Diskussion erst richtig los. Sollen wir wirklich? Und wie geht das mit Corinnas Kur zusammen, die sie am 20.12. antritt?

Nach einigen Diskussionen (und auch dem einen oder anderen harten Wort) waren wir am Ende beide entnervt und verwirrt – und sind am Ende doch auf eine brauchbare Vorgehensweise gekommen: Erst einmal Samstag abend kündigen (damit uns der Dezember noch komplett auf die Kündigungsfrist angerechnet wird) und dann noch einmal andere Mietangebote vergleichen, bevor wir den Mietvertrag für die DHH unterzeichnen. Diese Entscheidung hob unsere Laune beträchtlich.

Warum eigentlich die Zweifel? Im Sommer hatten wir uns eine andere DHH angesehen. Die wurde von einem Architekten vermietet und schien perfekt. Hell, geräumig, vor allem die Raumaufteilung war sehr pfiffig gelöst, hohe Decken und auch noch ein Niedrig-Energiehaus.

Für uns war es das Haus schlechthin. Aber die Miete wäre horrend gewesen und der Architekt hat nicht mit sich handeln lassen. Schade eigentlich. Denn damals hatte der Vermieter auch einen recht netten Eindruck gemacht. Bei unserer Mietsuche jetzt mußte sich also jedes Angebot mit unserer Erinnerung an dieses Architekten-Haus messen.

Und was finden wir heute im Immobilien-Teil der Moosburger Zeitung? Eben genau das Haus. Read More…

Besuch aus Schwetzingen

Und wieder einmal haben wir lieben Besuch aus Schwetzingen: Thomas, Christian und Steff besuchen uns um? Richtig. Vampire Live-Rollenspiel zu spielen. Und wie immer gab es am Sonntagmorgen danach ein fulminantes Riesenfrühstück mit Kaiserschmarrn, bestem Apfelmuß und lecker Brötchen.

Steff und Christian

…hmmm… vielleicht sollte ich lieber einmal die Frühstücks-Tafel photografieren – die würden wesentlich einladender wirken, als die Rollenspiel-Bilder. Vielleicht besuchen uns dann ja auch einmal ein paar andere Freunde, die wir schon so oft eingeladen haben, die aber bis heute noch nicht bei uns waren (Wink mit dem Zaunpfahl).