Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for Januar, 2006

Start in die LARP-Saison

Seit kurz vor Weihnachten ist unsere Wohnung im Strudel des herannahenden Umzugs. Es stehen Kartons herum, Farbeimer. Dann kam auch noch die Grippe, die mich so richtig geplättet hat. Es war höchste Zeit für eine richtige Auszeit.

Das Wochenende wird dem Con-Titel Once upon a Time in Winter mehr als gerecht

Ivy und Jürgen kenne ich schon ein paar Jahre, noch aus unserer gemeinsamen Zeit im Vampire-Live. Mittlerweile haben die beiden ihr Hobby zum Beruf gemacht und in Wien ein Geschäft für LARP-Bedarf eröffnet. So ganz nebenbei veranstalten sie unter dem Label Larpschmiede gelegentlich Liverollenspiele.

Und wie der Zufall es will, habe sie noch ein Plätzchen auf dem “Once upon a Time in Winter” vom 27. bis 29. Januar. Also – Umzugsunordnung mal ein Wochenende vergessen und los…

Eine prima Gelegenheit, die neue Armbrust auszuprobieren

Und es ist wirklich klasse. Das Wetter fantastisch, Österreich in einem Wintertraum, wie man es sich als Norddeutscher vorstellt. Die Leute super nett, der Plot überschaubar und reizvoll. So lädt man die Batterien wieder auf.

Und so ganz nebenbei kann ich endlich meine neue LARP-Armbrust einweihen. Ein un-glaub-lich-es Gerät.

Photos gibt es wie immer hier

Erstes Umzugswochenende

Das war doch einmal ein wirklich produktives Wochenende. Insgesamt habe ich sieben mal meinen Volvo vollgeladen und dabei etliche Kartons, Kleinkram, die Esszimmer-Stühle, die drei kleinen Wohnzimmer-Sessel und diverse Instrumente in unser neues Heim geschafft.

Das dumme an der Sache ist: Ich denke wirklich, ich hätte viel geschafft. Dabei war das bestenfalls ein Zehntel von dem , was rübergefahren werden muß. Kommendes Wochenende geht’s weiter.

Dreckige Treppenhauswände

Während ich abends ein paar Umzugskartons in’s Auto schaffe, fängt mich meine 83-jährige Vermieterin ab.

Herr Görz. achten Sie darauf, daß die Haustür vernünftig schließt.

Mache ich.

Und wie die Wände im Treppenhaus wieder aussehen.

Was möchten Sie mir damit sagen?

Ja, die ganzen Flecken und Macken. Das sieht doch unmöglich aus.

Da gebe ich Ihnen Recht. Und weiter?

Ja, der Verursacher muß das ausbessern oder neu streichen.

Gut, dann kann ich das nicht sein – denn ich habe gerade erst angefangen mit dem Umzug, noch dazu mit den Kartons. Die Schleifspuren an den Wänden stammen dagegen von langen Gegenständen. Und die stehen alle noch in meiner Wohnung.

Allerdings erinnere ich mich noch recht gut, daß meine Vermieterin sich wenige Wochen, nachdem der Flur frisch gestrichen war, bei mir über die damaligen Mieter im 3. Stock beklagt hat, die bei ihrem Umzug die frisch gestrichenen Wände ruiniert hätten.

Ihnen fällt auch immer eine Ausrede ein!

Sprach’s und stapfte die Treppe hoch. Gut, daß wir bald ausziehen…

Verschleppte Grippe II

Eigentlich… eigentlich wollte ich heute auf dem Weg nach Neuss sein sollen. Zum einen wollte ich mich seit Jahren endlich wieder einmal mit Markus treffen, zum zweiten hätte ich gerne am Treffen der T’ailun teilgenommen. Schließlich versüßt der heutige bayerische Feiertag den Einstieg in’s neue Jahr direkt mit einem langen Wochenende.

Nix is. Mit der Grippe klappt einfach nichts.

Unausschreibare Flüche

Einige Andenken an vergangene Tage bewahre ich in kleinen grauen Kartons auf. Andere verstauben im Keller. Und ein paar besonders wichtige lagern auf meiner Festplatte. Da finden sich Dateien aus 15 Jahren Computer-Aktivität, konserviert von Festplatte zu Festplatte.

Und jetzt gibt meine besonders edler Vertreter der Gattung SATA den Geist auf.

Meine einzige Hoffnung ist jetzt ein Daten-Wiederherstellungstool, das zwar nicht gerade billig ist, aber nach ersten Testläufen mein elektronisches Gedächtnis wieder herstellen kann.

So ein Ärger. Statt mich von meiner verschleppten Grippe bei einer Runde World of Warcraft abzulenken darf ich nun meinen Rechner komplett neu aufsetzen. Soviel ist mal sicher – wenn ich das hinter mir habe, werde ich mein Datensicherungskonzept mal gründlich überarbeiten.

Aber alles hat ja auch seine positive Seiten: Das war mal wieder die richtige Gelegenheit, Burkhard anzurufen und ihm ein schönes neues Jahr zu wünschen.

Stromableser

Vor der Wohnungstür treffe ich heute morgen auf unsere 83-jährige Vermieterin und einen Unbekannten, der sich an den Stromzählern im Flur zu schaffen macht. Es wiederholt sich das übliche Ritual: Ich grüße bemüht freundliche, meine Vermieterin antwortet eher widerwillig.

Einen Treppenabsatz tiefer ruft sie mir dann hinterher, ob ich denn keine Postkarte bekommen hätte. Wie bitte? Ja, ich müsse schon meinen Zähler ablesen und das dann den Stadtwerken melden. Mir dämmert, worum es geht. Aber da meine Vermieterin jetzt erst richtig in Fahrt kommt, wende ich mich direkt ihre Begleitung. Und richtig, er ist ein Angestellter der Stadtwerke. Aber als er in seine Unterlagen schaut, fehlt ihm nicht mein Zählerstand, sondern der von zwei anderen Bewohnern im Haus.

Ich verabschiede mich also, nicht ohne meine Vermieterin noch einmal darauf hinzuweisen, daß ich meinen Zähler im Herbst abgelesen und die Daten weitergereicht hätte. Darauf ruft sie mir erbost hinterher, das habe sie ja nicht wissen können.

Stimmt – konnte sie nicht. Aber ihr Vermutungen reichten aus mich erst einmal anzublaffen. Gut, daß wir bald ausziehen…