Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for Februar, 2006

Die Korsaren-Taverne

Ich geb’ ja zu – ich habe rumgemault in den letzten Wochen. Und das nicht zu knapp. Daß der Umzug so stressig ist…. daß ich mal wieder raus muß… Silvia hat sich am Mittwoch erbarmt und mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte mit auf die Korsaren-Taverne zu kommen. Ein kleines Tages-LARP bei der Waldbühne Erlangen. Na gut, es wäre ein Zelt-Con, die Temperaturen seien eher scheißkalt bescheiden aber schließlich sind wir ja nicht aus Zucker und außerdem würden sie und ihre Schwester Carina Musik machen.

Vor allem der letzte Punkt machte das Angebot für mich sehr verlockend. Denn das können die beiden richtig gut. Also… Samstag erst einmal Klamotten eingepackt, eine Stunde in’s Bayerische Hinterland gefahren, Silvia eingeladen, noch tiefer in’s Hinterland gefahren, Carina von der Arbeit abgeholt – und ab nach Erlangen.

Und das hat sich, was die Musik angeht, mehr als gelohnt. Das LARP war dagegen vergleichsweise Nichtsagend. Wirklich gespielt habe ich nicht. Die Orga war unerfreulich unorganisiert, ein großteil der Spieler war damit beschäftigt sich als Halbstarke zu profilieren und dann die Kälte… brrr… Wir haben zu dritt auf der Ladefläche vom Volvo geschlafen. Morgens waren unsere Füße eiskalt und die Autoscheiben von innen gefroren.

Ich glaube… Winter-LARPs sind wirklich nur mit festem Dach über dem Kopf ein Genuß…

Photos gibt es auch – und zwar hier…

Auf dem Drachenfest zum MASH?

Das Drachenfest 2006 basiert auf der Grundidee, daß sich ein paar tausend Mitspieler auf mehrere Lager verteilen und dann gegeneinander kämpfen. Ich persönlich würde mich ja lieber einer neutralen Fraktion anschließen. Deshalb war es mir eigentlich ganz recht, daß Fred mich gefragt hatte, ob ich nicht bei der Stadt würde mitmachen wollen (denn die gehört zu den neutralen Fraktionen).

Aber Fred hat als LARP-Veteran ziemlich hohe Ansprüche. Stadtspieler sollen auch was Städtisches darstellen und da ist mir bis heute noch wenig Passendes eingefallen.

MASH

Heute bin ich über die Homepage vom MASH gestolpert. Die kenne ich vom Zweitracht 2. Bei denen könnte ich mich doch prima als Wache verdingen. Das muß ich jetzt nur noch mit all den anderen Bereden, die mit im Zelt übernachten.

In diesem Sinne „Tupfer drauf!“

Entkalker

Fünf Uhr wecken, halb sieben Müllmänner abfangen, denen drei Riesensäcke Abfall aufschwatzen, obwohl sie den eigentlich gar nicht mitnehmen dürfen, ein paar Sachen packen, halb acht den Installateur begrüßen, der den Warmwasserboiler in der alten Wohnung entkalkt… so langsam geht es mit dem Umzug auf die Zielgerade.

Wohnungsputz

Corinna hat sich heute an den Umzugsarbeiten beteiligt und hat gleich noch ihre Eltern mitgebracht. Leider mußte sie schon um 16Uhr wieder zurück zur Kur, aber ihre Eltern sind bis abends um neun geblieben. Die alte Wohnung ist jetzt komplett gestrichen, mein altes Arbeitszimmer geräumt und die Wohnung glänzt, wie sie nicht einmal bei meinem Einzug vor über drei Jahren geglänzt hat.

Volles Programm

Mein lieber Schwan, was haben wir in den letzten drei Tagen geschafft. Keller komplett geräumt, Wohnung (bis auf mein Arbeitszimmer) geräumt, zwei Drittel der Wohnung gestrichen (danke, Jan), Sperrmüll abtransportiert. Und das alles nur mit dem Volvo. Der Ameisenumzug geht weiter.

Das war natürlich nur möglich, weil mein Vater am Sonntag gekommen ist und seither nicht nur kräftig mitgeholfen sondern auch zur Arbeit “motiviert” hat. Für ihn geht es heute weiter zu meiner Schwester Kathrin, Kinder hüten, und von da weiter zu meiner anderen Schwester Mareke, um bei ihrem Umzug zu helfen. Wie war das mit dem Ruhestand?

Was nicht paßt…

Ich habe heute viel gelernt. Es ist zum Beispiel nicht unmöglich, einen Schrank mit den Maßen 220x50x60cm durch ein Treppenhaus mit einer Breite von weniger als 200cm zu bugsieren. Danke an Thilo und Dimitar für diese kleine Lektion.

Mit dem Hänger sind wir heute siebenmal hin- und hergependelt. Jetzt sind eigentlich alle großen Möbelstücke raus. Dafür wird jetzt umso klarer, wieviel Kleinkram sich in einer Wohnung ansammeln kann. Oh Mann…

Wirre Träume und frostiges Erwachen

Was man in der ersten Nacht in einer neuen Wohnung träumt geht ja angeblich in Erfüllung. Dann bin ich mal gespannt. Denn alles, was ich heute Nacht erträumt habe, war wirres Zeug, zusammenhanglos und so richtig will sich mir kein Sinn erschließen,

Dafür ist das Haus kalt. Die Fußbodenheizung will einfach nicht warm werden. Meine Forschungs-Expedition in den Heizkeller bringt als Ergebnis zwei Schieber, die meiner Meinung nach geöffnet sein müßten. Unsere Vermieterin ist sich ebenfalls nicht schlüssig, aber im Gegensatz zu mir nicht zimperlich: “Probier’n ma’s halt aus!”

Es rauscht, die Leitung wird sofort kalt. Kalt? Ja – denn der Ablauf der Fußbodenheizung war zugeschiebert. Kalt ist also gut. Und die Butze wird langsam warm.

Umzugshelfer

Der Orden für den spontanen Umzugshelfer geht an *trommelwirbel* Jan. Den habe ich gestern zufällig in Simones Comicbuchladen am Ostbahnhof getroffen. Und weil er heute nichts vor hat, ist er spontan vorbeigekommen.

In Thonstetten (einem Kaff vor Moosburg) gibt es einen 24h-Automaten-Anhänger-Verleih. Vier mal pendeln wir zwischen alter Wohnung und neuer Doppelhaushälfte. Am schwierigsten ist der Transport von Pits Käfig. Zumal sich herausstellt, daß die Zimmertüren im Keller 81cm breit sind, Pits Käfig aber 84cm.

Trotzdem – dank Jans unermütlicher Motivation haben wir echt viel geschafft. Den Riesen-Eßtisch ebenso wie die Betten. Zur Belohnung gibt’s ein Abendessen beim Italiener, wo wir Simone, Michael und Jana treffen.

Heute Nacht schlafe ich zum ersten mal in der neuen Doppelhaushälfte.

Schlüsselübergabe

Es ist soweit. Um zehn Uhr übergibt mir unsere neue Vermieterin den Schlüssel für die Doppelhaushälfte. Wir gehen alle Räume durch, aber ich kann beim besten Willen keine großen Mängel entdecken.

Jetzt geht es endlich los. Gut, daß wir jetzt umziehen…