Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for Dezember, 2006

Carinas Vierteljahrhundertfeier

Carinas Geburtstagsfeier in Weissenburg – nette Leute, gute Getränke… und vor allem klasse Musik :-)

Mein erster Versuch mit meiner kleinen G6 ein paar Filaufnahmen zu machen. Die Qualität ist gar nicht so schlecht. Schade nur, daß YouTube die Ton-Kodierung nicht syncron zum Bild hinbekommt.

Operation Büffelspur

Die Nacht war kurz – aus verschiedenen Gründen. Am meisten bewegt mich ein zufälliges Treffen mit Alex in der Siemens-Kantine gestern. Er hat mir da eine ganz neue Perspektive eröffnet. Keine Ahnung, wie hoch die die Wahrscheinlichkeit einschätzen soll, daß sich da was realisieren läßt. Aber einen Versuch ist es Wert.

Also starte ich noch vor Weihnachten Operation Büffelspur.

Flix im Aquarium

Flix liestDarauf habe ich mich schon seit Wochen gefreut: Der Zeichner Flix kommt zum ersten mal nach München und liest im Aquarium aus seinem Buch – leider nicht aus seinem neuesten Werk “Mädchen”, sondern aus seinem Debut “Held”. Es ist wirklich interessant zu hören, wie der Autor selbst seine Sprechblasen interpretiert (mit live performten Geräuschen untermalt).

Außerdem las Nina Jäckle aus ihrem neuen Roman “gleich nebenan”, der Dokumentarfilm “gehen oder bleiben” von Regine Lettner und Fatima Abdollahyan wurde gezeigt und es gab Gefühlskuchen von der Performance-Künstlerin Eva Drexler (auf den habe ich allerdings an diesem Abend lieber verzichtet).

Das ganze fand in einer angenehm intimen Atmosphäre im Münchner Cord-Club statt. Und so hatte ich Gelegenheit, mehr als ein paar Sätze mit Flix zu wechseln (die berühmte Frage, ob er vom Zeichnen lesen kann, habe ich mir verkniffen ;-) ). Daß wir beide mit dem letzten Zipfel noch die Generation X erwischt haben, bietet genügend Gesprächstoff – wobei ich vergessen habe ihn zu fragen, ob die Urzeitkrebse aus dem Yps-Heft nun wirklich lachende Mini-Menschen waren, wie auf den Werbeseiten immer gezeigt wurde (echt witzig, wie sich solche Werbezeichnungen in’s Gedächtnis brennen). Im Gegensatz zu seinem Comic-Alter-Ego steht Flix übrigens selten neben sich. Und dann hat mir Flix höchstpersönlich noch eine Zeichnung mit Widmung in meine Mädchen-Ausgabe geschrieben/gemalt/gezeichnet.

Widmung vom Flix
Ich freu mich wie ein Schnitzel!

Allerdings habe ich mich schwarz geärgert, daß ich meine Knippse vergessen hatte. Das soll mir nicht noch einmal passieren. Und weil mir der ganze Abend so ausnehmend gut gefallen hat, habe ich den Veranstaltern angeboten, beim nächsten mal ein wenig zu dokumentieren – da haben die nämlich noch eine große Lücke. Bin gespannt, ob ihnen meine Arbeit gefällt.

PS: Was mir gerade noch einfällt (und ich hoffe, Flix liest das hier): Mir hat es schier einen Dolchstoß in’s Herz versetzt, als ich in “Mädchen” sehen mußte, wie die Hauptfigur eine sünhaft-teure digitale Spiegelreflexkamera mit Vorsatz gleich zweimal auf den Boden fallen läßt. Das ist für jeden Hobby-Fotografen seelische Graumsankeit, selbst wenn das nur in einer Zeichnung passiert.

Mal eben nach Darmstadt

Ric hat mir was gebaut – eine unglaublich schöne Arbeit. Und weil ich unglaublich neugierig bin es nicht erwarten konnte der Post nicht traue, bin ich gestern kurzentschlossen nach Griesheim bei Darmstadt gefahren, um das gute Stück abzuholen.

Daß sich daran ebenso spontan noch eine nette Runde mit Annika, Thilo und noch einigen Drachenreitern anschließen würde, war ebensowenig geplant wie eine weitere Nacht auf Thilos Sofa (danke für das leckere Frühstück).

So ganz nebenbei haben mich Annika und Thilo dann noch neidisch gemacht mit einer kleinen Photo-Schau von ihrem Indonesien-Urlaub, von dem sie just zwei Tage vorher zurückgekehrt waren. Wieso zieht es im Augenblick eigentlich alle nach Asien? Und wieso war ich da eigentlich noch nicht?

Mittelalterlich Spektakulum

Nach nur zehn Tagen wieder nach Görlitz zu kommen hatte natürlich einige gute Gründe (neben der Tatsache, daß ich Dimitar natürlich gerne besuche und die Stadt einfach schön ist – sieht man mal ab von den westlichen Ausläufern und damit den real-sozialistischen Bausünden in Form von unglaublich großen Plattensiedlungen).

Bei Dimitars Vater, seines Zeichens Schneider, hatte ich schon vor zwei Wochen ein besonderes Kostüm für Live-Rollenspiele in Auftrag geben wollen. Das ging aber grandios schief, weil ich unbedingt den Stoff selber einkaufen wollte. Aber weil ich keine Ahnung habe, hatte ich Deko-Stoff, steif und extrem unangenehm zu tragen, besorgt – vollkommen ungeeignet für Kleidung bei der es auf Beweglichkeit ankommt. Also hatte ich mich diesesmal ganz auf den Profi verlassen und siehe da – binne weniger Stunden hatte ich am gestern das fertige Kostüm. Jetzt fehlen nur noch ein paar Details, aber davon ein anderes mal mehr.
Eröffnung des Marktes
Da Görlitz im zweiten Weltkrieg weitestgehend vor Zerstörung bewahrt blieb und sich der alte Stadtkern bis heute gut erhalten ist (Dimitars Kommentar “Armut ist der beste Konservator” fällt mir wieder ein) werden den Touristen Rundgänge durch die Stadt mit spätmittelalterlichen Nachtwächtern und Barden angeboten. Und auch einige Geschäfte in der Innenstadt haben sich auf diese Art des Geschichtstourismus eingestellt.

Der Vater von Dimitars Freundin Nadia ist einer von ihnen. Er betreibt ein Uhren- Musik- Schmuck-Geschäft im spätmittelalterlichen/ früh-Renaissance-Stil und kleidet sich in entsprechende Gewandung.

Bei dieser Nähe zum Thema ist klar, daß ein Besuch auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Dresden in Gewandung ein Muss ist. Nadias Eltern hatten Dimitar und mich schon vor zwei Wochen eingeladen, sie zu begleiten. Um jetzt aber Mißverständnisse zu vermeiden – die beiden auf dem Photo oben sind nicht Nadias Eltern sondern das Grafenpaar, das den Markt mit einem feierlichen Umzug eröffnete.

Dimitar und Nadia

Kalt war’s aber es wärmten Tee und Süßkram, die Stände waren ausgesprochen schön und die Stimmung war mehr als gut. Ein prima-sonniges Wochenende.

Stars und Sternchen

Sie ist wieder eine Runde weiter. Sie – das ist Birgit, auch Hosch genannt. Die ist Live-Rollenspielerin aus Wien und ich bin ihr dieses Jahr zwei-dreimal über den Weg gelaufen – das letzte mal im September auf Schloß Wetzlas bei den “Tagen der Tapferkeit”.
Hosch
Daß sie Musikerin ist, wußte ich. Aber daß sie sich im Sommer bei der ORF Fernsehsendung Starmania beworben hatte, hat mich dann doch überrascht. Meiner Meinung nach spricht für ihr musikalisches Talent, daß sie es unter die letzten zwölf Finalisten geschafft hat. Denn dem Klischee eines magersüchtigen blonden Dummchens die in solchen Shows vor allem zu finden sein sollen entspricht sie gerade nicht.

Woche für Woche singen nun jeden Freitag die Finalisten ihre Lieder und buhlen um die Gunst des Publikums. Und jede Woche scheidet wieder einer aus, bis am Ende dann der Sieger feststeht. Und ähnlich wie bei Deutschland sucht den Superstar holt das ORF dann das Maximum an Gewinn aus Auftritten und Merchandising heraus. Da frage ich mich, ob ich Hosch wirklich den Sieg wünschen soll – aber Glück und Erfolg wünsche ich ihr in jedem Fall.

Und ich drücke ihr jetzt jeden Freitag die Daumen – obwohl das heißt, die furchtbaren Moderationen von Arabella Kiesbauer ertragen zu müssen. Was tut man nicht alles…