Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for Februar, 2007

Urlaub in Krefeld

Ich muß Urlaub nehmen – dringend. Ich habe noch einige Tage aus 2006 übrig – und bis Ende März muß ich mindestens einen Tag vom aktuellen 2007er-Urlaub genommen haben. Deshalb besuche ich seit heute schon wieder Stella – diesesmal allerdings mit dem Auto (ich hatte wirklich vergessen, was das für ein Ritt quer durch Deutschland ist).

Mittwoch war eine günstige Wahl, denn heute fand in Düsseldorf der Dria-Stammtisch statt. Schade, daß Andreas in Texas weilt – wäre eine gute Gelegenheit gewesen, ihn mal wiederzusehen. Aber dafür waren all die anderen lieben Leute da: Steve, Bernd und Sigrid, Axel (aka KlipKlap) und Peter… eine lustige Runde und superleckere Nudeln gab es im Abraxas auch noch. Jetzt gehe ich mit drei LARP-Einladungen heim – ich glaube,ich muß meine Terminplanung für dieses Jahr noch einmal überdenken.

Internet-Popularität III

Ich bin begeistert – Flix hat mich auf seiner Seite verlinkt. Ich hatte ihm die Photos von seiner Lesung im Hinterhof-Theater zugeschickt und scheinbar haben sie ihm gefallen :-)

Ich muß ihm aber energisch widersprechen: sein Anfangs-Gag hat gezündet – aber das Kichern von einem Dutzend Leute ist halt nicht so laut wie das Gelächter in einem vollbesetzten Friedrich-Stadtpalast.

“Mein letzter Wille” – ein Kurzbericht

Dank der Arbeit kam ich am Donnerstag erst um 22Uhr auf den Weg nach Österreich – aber das tat meiner Vorfreude keinen Abbruch. Und als ich dann endlich um 1:30Uhr da war, wurde ich auf Schloß Wetzlas mit großem Hallo begrüßt.

LARPs von der LARP-Schmiede sind einfach die Wucht. Die Leute sind unglaublich nett, der Spielstil angenehm entspannt, dafür sind die Plots spannend und das Essen… dieses un-glaub-lich phänomenale Essen. Allein das Frühstücksbuffet entlockt mir schon Seufzer der Verzückung.

Der Plot lief diesesmal frei nach der Weihnachtsgeschichte von Dickens: Der kinderlose Baron Hamis mel Bragon suchte einen fähigen Erben und wollte den durch finden, indem er mutige Helden durch ein Verließ mit allerlei Gefahren laufen ließ – was immer dort von den Helden gefunden wurde, durfte behalten werden. Was der Baron dabei verschwieg war freilich, daß er aufgrund seiner Habgier verflucht war, keine Freude an seinem Reichtum haben zu können. Indem er nun seinen Reichtum verteilte, ging der Fluch auf jeden über, der ein Stück des Besitzes an sich nahm.

Das brachte die Helden nicht schlecht in Panik und viele verzichteten dann doch gerne auf die Reichtümer – was sehr schade war. Denn als am Ende der Baron verschied, war der Fluch gebrochen. Und wer nun aller Quälgeister zum trotz an Goldmünzen und magischen Artefakten festgehalten hatte, konnte sich nun an seinem Besitz erfreuen. Merke: Habgier zahlt sich am Ende eben doch aus.

Ich für meinen Teil habe mich allerdings auf einen Nebenplot gestürzt. Denn der Baron hielt auch noch ein Einhorn gefangen – und das wollte meine Figur Bonames “Bo” Bohemund unbedingt befreien – was mit Hilfe einiger Freunde dann auch gelang. Ganz von der Reinheit unseres hohen Ziels beflügelt verzichtete unsere Gemeinschaft denn auch auf jede schnöde weltliche Belohnung. Dem Einhorn die Freiheit wiederzugeben schien Lohn genug – was bei dem, was da an Schätzen drin war (und das ohne jeden Fluch) allerdings auch als Einfalt bezeichnet werden könnte ;-)

Mein letzter Wille

Photos habe ich leider fast keine gemacht, was echt schade ist, bei dem, was da an Kostümierungen herumlief (Photo oben stammt von Marcus)…

Tragische Geschichten von Leuchttürmen

Nickel Creek kenne und schätze ich, seit sie irgendwann einmal nachts im bayerischen Rundfunk gespielt wurden – ich hätte nicht gedacht, daß ich ausgerechnet auf Bluegrass stehe. Ich hatte sie dann erst einmal wieder beiseite gelegt, aber aktuell spiele ich sie wieder öfter – vor allem “Lighthouse“. Tragische Geschichte auf prima Musik…

Flix im Hinterhof-Theater

Flix ist wieder da – diesesmal im Hinterhof-Theater und diesesmal abendfüllend.

Da ich keine Reservierung hatte (und das Hinterhof noch nicht kannte) bin ich extrafrüh hingefahren. Zum einen wollte ich sichergehen noch eine Karte zu ergattern, zum anderen wollte ich unbedingt einen Platz ganz vorne an der Bühne haben. Was ich aber gewaltig unterschätzt hatte – zum einen war Tulpendienstag, der Karnevals-Höhepunkt in München (und übrigens auch in Moosburg, die Straßen platzen aus allen Nähten mit Feiernden), zum anderen kickte der FC Bayern München. Schlechte Karten für den Comiczeichner, der Saal wirkte mit einem knappen Dutzend Zuschauern gnadenlos leergefegt.

Flix vor großer Leinwand

Flix sitzt also allein auf der Bühne vor seinem Laptop, vor sich ein Mikrophon, ein Laptop und etliche Alltagsgegenstände, mit denen er im Laufe des Abends verschiedene Geräusche produzieren wird. Dominiert wird die Bühne aber von einer großen Leinwand, auf die mittels Videobeamer die Zeichnungen aus Flix Comics projiziert werden. Tja… und dann liest der Zeichner höchst selbst vor… laut…

Flix liest laut im Hinterhof mit vollem Einsatz

Flix liest Episoden aus seinen drei Büchern “Held”, “Sag was” und “Mädchen”, mal vergnüglich, mal nachdenklich. Aber in jedem Fall menschlich. Und daß die Zuschauerzahl klein ist, nimmt er mit Humor.

Nach der Lesung signiert Flix

Nach der Lesung signiert Flix für die Zuschauer Bücher – und ich bekomme eine Zeichnung von einer unkapputbaren Kamera (nachdem ich mich darüber beklagt hatte, daß in “Mädchen” die Hauptfigur gleich dreimal Kameras fallenläßt).

Na hoffentlich zieht die Kritik in der Süddeutschen beim nächsten mal mehr Zuschauer.

Paket aus Westfalen für den Westfalen

Ein vor der Tür auf mich wartendes Paket entlockt mir ein tiefes und glückliches Lachen – und der Inhalt noch viel mehr. Stella hat trotz Klausuren-Streß, trotz Modenschau-Streß, trotz Aufträge für Karneval doch noch Zeit für eine neue LARP-Tunika für mich gefunden. Und die dann auch noch handbemalt. Das heißt, ich kann zum LARP am Wochenende, dem österreichischen “Mein letzter Wille” der LARP-Schmiede, im neuen Gewand gehen. Ich werd zeitnah ein Photo einstellen.

Und Stella bei nächster Gelegenheit lobhudeln – die Tunika ist fantastisch.

Operation Büffelspur II

Operation Büffelspur lag in den vergangenen Wochen auf Eis – aber jetzt hatte ich wieder ein Gespräch mit Alex. Schlechter sind meine Chancen nicht geworden, eher besser. Jetzt muß ich nur noch meinen Hintern hochbekommen.

Fortsetzung folgt…

20 Jahre Deine Lakaien

Tageszeitung lesen informiert – ich für meinen Teil blättere ganz gerne mal durch die Süddeutsche, wenn ich beim Mittagessen in der Kantine die Gelegenheit habe. Und was springt mir heute in’s Auge? Eine meiner Lieblingsbands, Deine Lakaien, feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Mini-Tour mit der neuen philharmonie frankfurt – und just heute Abend geben sie ein Konzert in der Philharmonie im Gasteig München. Dafür lasse ich sogar meinen Sport sausen. Und ich hab es sogar geschafft, noch eine Karte in der fünften Reihe zu ergattern – ein Traum (wenn auch ein recht teurer).

Das Konzert war großartig – obwohl der Sänger Alexander Veljanov an einigen Stellen ziemlich geschlurt und mindestens zweimal seinen Einsatz versemmelt hat :-) Kein Problem für den musikalischen Kopf hinter “Deine Lakaien, Ernst Horn, der als studierter Dirigent sowohl die Philharmoniker als auch Veljanov zusammenhält.

Die Ankündigung in der Süddeutschen hat nicht zuviel versprochen – Horn hat die Stücke nicht einfach nur mit dem Orchester aufgebläht sondern die Stücke komplett neue arrangiert. Wer konzentriert mithört kommt voll auf seine Kosten und entdeckt auch den einen oder anderen kleinen Gag.

Ich warte schon gespannt auf die angekündigte DVD von der Konzertreihe.

Felix ist Siebensinn

Felix nennt sich seit neuestem Siebensinn und Felix zaubert – eigentlich schon recht lange. Ich erinnere mich noch, wie er mir auf dem Küchentisch meiner Wohnung in der Garmischer Straße in München das seltsame Paarungsverhalten der Chromkorken erklärte hat und ihre Angst vor dem bösen Schraubdeckelverschluß – und dabei Deckel erscheinen und verschwinden ließ. Das muß 2001 gewesen sein. Schon damals war er gut, aber jetzt ist er wirklich unglaublich.

Gruselige Geschichten von Felix aka Siebensinn

Felix hat seine Vorliebe für Gruselgeschcihten aus der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit seiner Zauberei kombiniert – under herausgekommen ist eine ebenso unterhaltsame wie spannende Nummer. Die konnte er im bekannten Münchner Unterton als einer der “Newcomer” zeigen. Und ohne zu übertreiben – er war definitiv das Highlight des Abends.

Neben ihm traten noch ein zaubernder Postbote, eine Geschichtenerzählerin, ein mittelalterlicher Gaukler, eine Ausdruckstänzerin und eine Pantomieme auf. Die Auftritte wurden trotz unterschiedlicher Qualität vom Publikum reichlich beklatscht, was in erster Linie Gaston zu verdanken sein dürfte, der durch den Abend führte.

Und ich konnte endlich bei Felix ein altes Versprechen einlösen, einen seiner Auftritte zu fotografieren.