Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for März, 2007

Grrrrr – Nebenkostenabrechnung

Meine alte Vermieterin war ja schon immer ein Quell steter Freude – so auch heute, an meinem Geburtstag. Da bekomme ich nämlich nach knapp einem Jahr endlich die Nebenkostenabrechnung für den Zeitraum April 2005 bis März 2006 präsentiert – vier Tage bevor sie verfallen würden.

Ungerechtfertigte Nebenkostenabrechnung

Knapp 470,-Euro soll ich nachbezahlen. Nach dem ersten Schreck ein Blick in den Mietvertrag und in meine alten Kontoauszüge (ist schon praktisch, wenn man alles aufbewahrt) – und siehe da: statt dem von mir geleisteten Vorauszahlungen von 1320,-Euro nimmt die alte Frau doch tatsächlich an, ich hätte “nur” 880,-Euro bezahlt. Und so bleibt von der Nachforderung nur noch 28,41Euro übrig. Na, auf das Schreiben von meinem Antwortbrief freue ich mich schon jetzt.

Wenn ich daran denke, wie die sich quergestellt hat, als es um die Wohnungsübergabe ging – und dann das Theater um die Mietkaution. Bah!

Geburtstag

Mein Geburtstag… wird dieses Jahr nicht groß gefeiert. Am kommenden Wochenende geht es auf ein LARP und dafür muß noch einiges gebastelt werden. Aber ich weiß jetzt endlich, was in dem Paket war :-) Und die Zeit, den Mini-Hubschrauber gebührend auszutesten lasse ich mir natürlich nicht nehmen (erstaunlich, mit wieviel Möbeln der Kleine kollidieren kann).

Hubschrauber

Danke, Andreas – und ich hatte vor 20 Jahren befürchtet, daß mich sowas mit 32 nicht mehr interessieren würde.

Und herzlichen Dank noch einmal an alle, die mich mit Glückwünschen per Mail, Telefon und Karten überhäuft haben.

Besuch aus Krefeld

Na, das war ja auch mal fällig – lieber Besuch aus Krefeld. Und sie bleibt bis Ostern. Stella hat über sieben Stunden gebraucht für eine Strecke, die ich in fünf fahre (wobei ich allerdings zugebe, daß ich auch einige Liter mehr Diesel dabei verfahre) – aber ich will mich nicht beschweren. Die Zeit hat meine Wohnung dringend gebraucht um im saubersten Glanz zu erstrahlen :-) Und das beste ist – es sind endlich die ganzen Umzugskartons verschwunden, die seit Oktober unberührt hier herumstanden.

Paket aus Amerika

Von meinem reichen Onkel in Texas kam heute ein Paket zu meinem Geburtstag – und ich darf vor Dienstag nicht reingucken… wie gemein!

Mein zweites Cover-Bild

LARPzeit-Cover 15 Hatte ich ganz vergessen zu erzählen – die aktuelle Ausgabe der LARPzeit hat schon wieder ein von mir geschossenes Photo als Titelbild :-D

Dabei hatte ich diesesmal wirklich nicht damit gerechnet, daß Christian, der Layouter der LARPzeit, das hernimmt. Denn meiner Meinung nach ist für ein Hochglanzmagazin das Motiv etwas zu düster. Aber das Bild an sich finde ich recht gelungen – es stammt von meinem Besuch auf Hallig Hooge im Januar (mir fällt gerade auf – darüber hatte ich gar nicht gebloggt. Dabei war es ganz prima und es sind ein paar sehr schöne Photos entstanden, zu sehen in meiner Gallerie).

Reisepaß und Geburtsurkunde

Die Sache mit der Geburtsurkunde letzte Woche hat mir keine Ruhe gelassen. Zumal Norbert und Michael darauf hingewiesen haben, daß es nicht rechtens sein kann, die Ausstellung eines Reisepaß bei fehlender Geburtsurkunde zu verweigern.

Also bin ich heute noch einmal zum Einwohnermeldeamt gegangen und habe höflich aber bestimmt darauf bestanden, daß diese Regelung geändert wird – worauf mich die Damen an den “Geschäftsleitenden Beamten” M., also den obersten Beamten im Rathaus Moosburg, verwiesen.

M. scheint lieber selber zu reden, als zuzuhören – und so redete er von dem Datenabgleich, schließlich könne ja in den Personalausweisen die Daten falsch sein, und was sie schon für Daten von anderen Standesämtern bekommen hätten die falsch gewesen wären, und daß sie ja sicher gehen müßten, daß die Daten stimmen, und daß selbst Reisepässe falsch sein könnten, vielleicht ein oder zwei von tausend, aber immerhin, und wenn ich jetzt, also nur als Beispiel, einen Doktortitel vom Personalausweis auf den Reisepaß übertragen lassen wolle, dann würden sie sich ja auch Beurkundung noch einmal kopieren und hier in Moosburg zu den Akten legen, und es würde ja sicher niemand hier im Rathaus den Bürger gängeln wollen, und man müsse aber doch sicher sein…

Wie gesagt – M. redet scheinbar gern. Ich werde in solchen Fällen oft sehr kühl und beharre ruhig auf dem Kern des Problems. In diesem Fall: Seine Mitarbeiterinnen haben mir trotz Vorlage meines Personalausweises die Ausstellung eines Reisepaß verweigert mit der Begründung, ich müßte zusätzlich meine Geburtsurkunde vorlegen. Und das ist (mit Verweis auf das BMI, danke Michael) nicht rechtens.

Er versprach, er werde das noch einmal prüfen und sich bei mir melden – und seinen Mitarbeiterinnen im Einwohnermeldeamt gegebenenfalls neue Weisung geben. Ich bin gespannt.

Nachtrag: M. hat gerade angerufen – die Rechtslage sein “nicht eindeutig” und er habe seine Mitarbeiterinnen angewiesen, das künftig “nicht mehr so eng” zu sehen. So formuliert man das, wenn man das eigene Gesicht wahren möchte. Mit anderen Worten, sie werden auch weiterhin nach einer Geburtsurkunde fragen, aber die Ausstellung eines Reisepaß nicht mehr verweigern. Ich habe es jetzt dabei belassen. Man muß ja nicht immer alles so eng sehen und noch einen drauf setzen.

Alter Stoff – Slaves to Darkness 2

Ich höre immer wieder, daß das Internet so vergänglich sei – das stimmt auch und doch stimmt es nicht. Denn es gibt das Online-Archiv.

Aber der Reihe nach. Nachdem ich vor einigen Monaten Burg Hohnstein besucht hatte, bin ich heute eher durch Zufall auf einen uralten Link gestoßen, unter dem eine Fotoreportage für die Dreharbeiten zu einem Film vom Slaves to Darkness II im Januar 1996 zu finden sein sollte. Die Homepage gab es aber schon lange nicht mehr.

Also habe ich ein wenig im Archiv gestöbert und tatsächlich: dort kann man die Reportage finden. Die Bilder waren schnell gesichert, aber nun war meine Neugierde geweckt.

Es war ein gutes Stück Arbeit aber nach einigen geschickten Suchanfragen hatte ich in den Tiefen des Internet die Handynummer von dem Macher der Doku-Seite, Martin Fiedler, gefunden.

Ein nettes Telefonat später wußte ich zwar, daß die Chancen eine digitale Kopie des Films zu bekommen gleich Null ist – aber Martin gab mir die Genehmigung, seine Photos mit Text in meine Photosammlung vom Slaves aufzunehmen. Und entsprechend sind sie nun
hier zu finden.

Die ganz alltäglichen Vorurteile

Hand auf’s Herz – wer kauft bei einem Ebay-Verkäufer namens “osman……”, der noch dazu zum ersten mal etwas bei Ebay anbietet? Ist schon komisch, wie reflexartig ein Name im Hinterkopf Vorurteile auslöst, weil er ein wenig südländisch/arabisch klingt. Schließlich steht alle Nase lang in der Presse, wie oft bei ebay bezahlte Ware dann doch nicht geliefert wird bzw. fehlerhaft ist.

Als ich mich bei diesem ersten Reflex ertappte, fand ich den ziemlich doof. Und weil die angebotene Fritz!Box genau das war, was ich suchte, hab’ ich einfach mal geboten. Normalerweise gehen Fritz!Boxen für sechzig bis siebzig Euro über den Tisch, diese blieb dagegen bei 37,- stehen. Da hatten scheinbar auch andere Käufer Vorurteile und haben sich deshalb nicht getraut zu bieten.

Fritz!Box im EinsatzVorurteile überwinden ist ja schön und gut – die Box habe ich trotzdem lieber persönlich abgeholt, statt im Voraus zu bezahlen und sie mir schicken zu lassen. Der Verkäufer wohnt in einem Münchner Vorort, nur ein kleiner Umweg für mich, als ich heute abend zum Ochs fuhr. Und siehe da, “osman……” ist ein freundlicher Familienvater, der mir direkt anbot: “Also, wenn sie Ihnen nicht gefällt, dann können Sie auch jetzt vom Kauf zurücktreten.” Dann hat mich ausprobieren lassen, ob sie funktioniert und mir noch einmal angeboten, mich bei ihm zu melden, falls ich Schwierigkeiten mit dem Gerät habe. Ein wirklich netter Kontakt.

Die Fritz!Box ersetzt jetzt in meinem Keller die olle Speedport von der Telekom und bindet meinen Server per WLAN an meinen DSL-Router im ersten Stock an. Das klappt ganz prima, seit ich den Router an das Fenster zum Lichtschacht geklebt habe. Weil ich jetzt mit zwei Fritz!Boxen arbeite, sind die Verschlüsselungsprotokolle untereinander voll kompatibel und ich kann mein WLAN-Netz endlich vernünftig absichern.

  • gebrauchter Router für wenig Geld
  • keine Scherereien mehr mit Routern von unterschiedlichen Herstellern
  • sicher verschlüsseltes WLAN

Also, ich bin zufrieden :-)

Mit Gaffertape hält alles

Vermessen

Aha – wieder was gelernt. Für den neuen Reisepaß braucht man nicht nur eines dieser grauenhaften biometrischen Paßbilder, sondern auch die Geburtsurkunde – jenes vergilbte Blättchen Papier, das selbst ich als Laie heute ohne große Schwierigkeiten mit einem Farbdrucker und Photoshop fälsche ist also nach wie vor die Legitimation, daß ich nicht nur ich bin, sondern auch deutscher Staatsbürger.

Wobei – nachdem ich mir heute auch gleich noch den internationalen Führerschein besorgt habe, wundert mich ja gar nichts mehr. Während nämlich der neue Reisepaß absolut fälschungssicher sein soll, ist der internationale Führerschein immernoch eine lose zusammengetackerte Blättchensammlung ein einfaches amtliches Dokument.

Was ich nicht wußte – ich muß gleichzeitig meinen rosa Führerschein hergeben und bekomme dafür den häßlichen neuen Führerschein in Scheckkartenformat – natürlich mit einem Biometrie-Photo. Schade eigentlich.

Der Westfale biometrisch vermessen

Operation Büffelspur III

Fertig – noch nie war auf Englisch schreiben so ein Krampf. Zum Glück hatte Andreas einen Muttersprachler an der Hand, der das ganze gegenlesen konnte. Und vor allem durfte ich das ganze auch noch von dem total un-intuitivem Schrott-Programm für Layout-Profis sicher ganz tollen Layout-Programm Freehand nach PowerPoint portieren.

Jetzt heißt es… warten.