Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for April, 2007

Frühstart

Was tun, wenn man einfach so um halb sechs aufwacht? Entweder die blaue Stunde nutzen um Photos zu schießen – oder mal eben nach Passau heizen. Ich hab’ mich für letzteres entschieden. Mein Zelt braucht dringend eine Durchlaßöffnung für das Ofenabgasrohr – und die kann mir am besten der Hersteller nahe Passau einsetzen.

Eine Stunde Autobahn hin, ein kleines Schwätzchen mit dem Zeltbaumeister, eine Stunde Autobahn zurück. Ist doch auch eine schöne Art den Tag anzufangen. Und ich kann jetzt sicher sein, daß ich zur nächsten Con Anfang Mai meinen Ofen auch wirklich benutzen kann. Hah! Von wegen, “warmer Abriß“!

Feuer frei!

Er ist groß, er ist schwarz, er ist schwer… und er ist endlich da: mein Zeltofen “Yukon“”. Äh… ja… vielleicht hätte es ja doch ein etwas kleineres Modell getan Getreu dem Motto “think big” stand für mich natürlich nicht zur Diskussion einen kleineren zu nehmen. Schließlich soll es ordentlich warm werden im Zelt.

Anfang Februar hatte ich das gute Stück bestellt, leider zu spät für unseren ersten Zeltausflug eine Woche vor Ostern. Aber jetzt ist er endlich komplett, zwei große Pakete waren für die Lieferung notwendig (die mit einer Woche Abstand ankamen – wass bei mir für einige Unruhe gesorgt hat). Dafür erfreut der Zeltofen mein Camperherz aber auch mit allem Schnickschnack, großer Kochfläche, Warmhalteplatte und Warmwassertank (beides nicht auf dem Bild zu sehen).

Der Hersteller empfiehlt den Ofen erst einmal im Freien probeweise anzufeuern – die Farbe stinkt beim ersten mal ziemlich herb. Und mangels Garten hab’ ich mir eine abgelegene Seitenstraße zwischen Industriegebiet und Autobahn gesucht und dort ein wenig Spaltholz verbrannt. (Welche Ordnungswidrigkeit habe ich damit eigentlich begangen? Verbrennen von Gartenabfällen? Wildes Grillen?)

Mein neuer Zeltofen

Was hier so klein und unscheinbar bei meiner ersten Probe-Anfeuerung aussieht, hat eine Fläche von mehr als 40 x 70cm. Allein die Luke für das Brennmaterial ist über 30cm breit – da geht ‘ne Menge rein. Und verbrennen kann der so ziemlich alles, auch Briketts (wobei ich darauf schon wegen dem Gestank verzichten werde). Den Anschluß für flüssigen Brennstoff wie Öl habe ich allerdings nicht einbauen lassen – zum einen weiß ich nicht, wie streng die Auflagen für sowas in Deutschland sind, zum anderen ist mir die Sache doch etwas zu gefährlich.

Jetzt wird erst einmal in die Zeltwand von meinem Ritterzelt das Loch mit der Sicherheitsfolie für den Kamin eingearbeitet. Ob allerdings der Ofenbernd mit dieser Art der Kamin-Konstruktion glücklich wäre, ist eine ganz andere Frage. Gut, daß ein mobiler Ofen nicht so strengen Auflagen unterliegt ;-)

Einen ausführlichen Bericht gibt’s, sobald ich den Ofen das erste mal im Mai unter Realbedingungen teste.

Heldentage

Es ist gut im Freundeskreis eine Comicbuchhändlerin zu haben, deren Laden zwar im 60km entfernten München liegt, die aber in der Nachbarschaft wohnt, und von der man sich den neuesten Stoff nach Feierabend direkt abholen kann.

Es ist wirklich gut, daß es in Moosburg, nur ganz wenig Straßenverkehr gibt und man deshalb auf dem Heimweg schon im neuesten Comic schmökernd nicht unter die Räder kommt (dabei bewegt man sich dann allerdings wellenmäßig schnell – langsam – schnell – langsam; langsam unter einer der wenigen Straßenlaternen, schnell in dem Schatten bis zur nächsten).

Heldentage und eine gute Tasse Tee

Und so richtig richtig gut sind die Heldentage von Flix – sowohl vom Inhalt, der viele mir bisher nicht bekannte Strips enthält, als auch von der Aufmachung (obwohl ich mich wirklich frage, ob Flix den großen Rand um die Strips für Notizen von Schülern vorgesehen hat, die seine Werke im Deutschunterricht durchnehmen werden, sobald Flix endlich den literarischen Status eines Hans Magnus Enzensbergers erreicht hat).

Hmm… wann Flix wohl mal wieder nach Süddeutschland kommt? Dieses Buch würde ich mir doch auch gerne signieren lassen.

Leb wohl, rosa Zeit

Meine neue Führerscheinkarte Das war sie dann, meine rosarote Zeit. Was war ich stolz, als ich meinen Lappen am 4. November 1996 vom Prüfer entgegen nehmen durfte – ohne ein einziges Loch. Alle verfügbaren Führerscheinklassen hatte ich mir erkämpft, alle.

Und nun? Kreditkarten-Tristess. Noch dazu ist deutlich zu sehen, daß ich eben nicht alle Führerscheinklassen habe, weil ich keinen Bus steuern darf. Und der Vermerk “unbefristet” wurde (zumindest für den LKW-Führerschein) durch das Datum 27.03.2025 ersetzt. Welch Schmach, welch Abgrund.

Und so ist denn die Zeit, in der ein Pferdeschwanz mein Haupthaar zierte nichts mehr als eine Erinnerung mit dem dicken Stempel “Ungültig”.

Mein alter rosa Lappen - nun ungültig

Letzter Tag

Square-Mouth

Morgen fährt Stella heim – Grund genug noch einmal die Gegend unsicher zu machen und ein wenig an der Amper entlangzuwandern. Getreu Andreas versuche ich sie mittels “square lips” von meiner kulturellen Überlegenheit zu überzeugen – leider kontert sie (als Exil-Bayerin immernoch heimatverbunden) mit dem gefürchteten bayuwarischen Augendreher. Mist. Und ich war so dicht dran.

Stillhalteabkommen einseitig gebrochen

Angsthase Ich mußte heute morgen feststellen, daß S. aus K. einseitig und entgegen sämtlichen Vereinbarungen einseitig das Süßigkeiten -Stillhalteabkommen gebrochen hat. Der in der Speisekammer entdeckte Schokoladenhase in braun (besondere Merkmale: weißer Fleck auf dem rechten Ohr) befand sich offensichtlich in einem tief traumatisiertem Angstzustand – ein beklagenswertes erstes Opfer des gebrochenen Ostergeschenke-Moratoriums.

Sofortige Vergeltungsmaßnahmen mußten für den Augenblick ausbleiben. Aber wartet nur ab, der nächste 6. Dezember kommt bestimmt.

Kleine Tour nach Lindau

Mit Stellas kleiner spanischer Rennmaus ging’s heute Richtung Lindau am Bodensee – zum einen Stellas Großeltern, ihre Mutter und ihren Bruder besuchen, zum anderen brauchte ihr Seat Sommerreifen – und die lagen bei ihren Großeltern in der Garage.

Taurelilórinan 4 “Morgendämmerung” – ein Kurzbericht

Eine Elbengruppe

Jetzt war ich also zum dritten Mal auf dem Nassen Fleckund wieder ein LARP der Lorinan-Orga.

Mein Zelt von Dichtl Zum ersten Mal hatte ich das Zelt allerdings nicht allein für mich, sondern habe es mit Stella geteilt.

Vom Plot her war das LARP eher mau. Aber dafür entschädigten eine feine Gruppe an Spielern, klasse Ambiente und vor allem… Zimt-Hühnchen mit Pfannenbrot… Nachdem mein Zeltofen immernoch nicht angekommen ist (bestellt hatte ich ihn immerhin Mitte Februar) mußte die Elektropfanne herhalten. Nicht ganz so stilvoll aber lecker :-) Und während die anderen um mühsam errichtete Kohlefeuer hockten ließen wir es uns höchst dekadent gutgehen.

Photos gibt’s wie immer in meiner Gallerie – und einen ausführlichen Bericht in der kommenden LARPzeit.