Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for Mai, 2007

Bastelarbeit an der offenen CPU

CPU

Ich mache mir Sorgen. Wirkliche Sorgen. Meine Photosammlung umfaßt mittlerweile 55GigaByte – und meine Festplatte auf meinem PC platzt mittlerweile aus allen Nähten. Sicherheitskopien? Habe ich keine. Wenn mir mal diese Festplatte abraucht, war’s das.

Deshalb liebäugle ich schon eine ganze Weile mit einem NAS, einem Network Attached Storage – das ist (vereinfacht gesagt) eine Festplatte, die ohne Computer direkt an das Netzwerk angeschlossen wird. Bloß (und das hat mich bisher daran gehindert) läuft bei mir ja ohnehin mein kleiner Heim-Server ohnehin schon 24h am Tag und verbraucht entsprechend Strom. Noch ein Dauer-Stromfresser in Form eines NAS wollte ich deshalb nicht an’s Netz bringen.

Stattdessen habe ich meinen Server geschlachtet und ihm Motherboard, CPU und Speicher aus meinem alten zweit-PC implantiert. Dazu habe ich dem neuen Server einen SATA-Controller und zwei 500GigaByte SATA-Festplatten spendiert. Die laufen jetzt im Raid-1-Modus (also gespiegelt) – sollte eine der beiden Festplatten kaputt gehen, sind die Daten auf der anderen gesichert. Und zu guter letzt kam noch das Austauschnetzteil zum Einsatz, daß seit fast zwei Jahren originalverpackt im Keller liegt.

Als Betriebssystem kommt die Linux und zwar in Form des SME-Servers. Damit arbeitet es sich doch wesentlich angenehmer als mit dem etwas altbackenen Eisfair-System, das ich bisher auf meinem Server verwendet hatte.

So – nun muß ich nur noch meine Daten sortieren und dann nach und nach überspielen.

Operation am offenen Gehäuse

Und schon wieder was kaputt

Fuellungen Daß ich gestern etwas mißmutig aus der Wäsche geschaut habe, hatte noch einen anderen Grund: Ich hab gemerkt, daß irgendwas an einer meiner Füllungen nicht stimmt. Die hatte mir vor drei Jahren ein Zahnarzt in Schwetzingen eingesetzt, von dem ich bis jetzt eigentlich sehr begeistert war. Guter Handwerker, hieß es, ein Spezialist für schwierige Fälle. Der hatte mir drei Gold-Inlays verpaßt, die sollten 20 Jahre halten.

Von wegen… Ich war heute bei einer Zahnärztin in Freising und die hatte keine gute Nachrichten. Unter allen drei Füllungen hat sich Karies gebildet – man kann es zwar nicht eindeutig nachweisen aber es spricht viel dafür, daß beim Einpassen der Inlays geschlampt wurde. Kurz und gut – alle drei Füllungen müssen raus und neue rein. Mist. Und weil’s so schön ist, sind auch noch die alten Amalgan-Füllungen, die ich schon seit 15 Jahren mit mir herumtrage, fällig.

Ach ja – und meine vier Weissheitszähne sollen auch gleich raus (wenn wir schon sanieren)…

Neue Brille

Meine neue Brille ist fertig…

Neue Brille

Ja, ich weiß schon… ich könnte ja auch mal lächeln, wenn ich mich selber fotografiere. Aber es ist wirklich spät und ich bin müde…

Mein drittes Cover-Bild

Mein drittes LARPzeit-Cover Nun ratet mal, wer schon wieder das Bild für das Titelblatt der aktuellen LARPzeit geliefert hat. Und vor allem – wer auf dem Cover zu sehen ist…

Das Photo… also Stella sieht wirklich gut darauf aus – trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden. Porträt-Aufnahmen sollte man einfach nicht mit einem Weitwinkel, sondern mit einem Tele-Objektiv schießen. Dann wirken die Gesichter wesentlich ebenmäßiger. Aber ich leide auf hohem Niveau :-)

In der Ausgabe #16 ist außerdem ein Bericht von mir über Lorinan 4.

“Moschen 10- Wiederkehr” – ein Kurzbericht

Seit ich Silvester Moschen für’n Groschen 8 auf Hallig Hooge erleben durfte, bin ich mehr als begeisterter Moschen-Anhänger. Schon deshalb war Moschen 10 Pflicht für mich – und natürlich, um Stella zu treffen. Sie war als NSC unterwegs, ich als Spieler.

Schloß Baum bei Bückeburg ist ein wirklich einmalig schönes Spielgelände. Das Areal besteht aus einer sehr großen, von einem Wald umschlossenen Wiese mit einem See und zwei Gebäuden (einem kleinen Schlößchen und einem modernen Haus, in dem Schlafmöglichkeiten vorhanden sind).

Wir haben aber gezeltet. Das Wetter hat durchgehalten – entgegen allen schlechten Vorhersagen hat es nur wenig geregnet – und auch das war dank frischer Zelt-Imprägnierung kein großes Problem. Dafür war es im Zelt dank guter Ofenbefeuerung angenehm warm und es gab auch diesesmal lecker Essen (auf einem Selbstversorger-Con ist der Ofen wirklich ein unverzichtbares Plus).

Die Story? Ha mei… vor 18 Monaten hatten die damaligen Spieler den bösen Oberschurken leider nicht zur Strecke bringen können. Der trieb nun weiter sein finst’res Unwesen und beschwor allerlei Untote um (als großes Finale) einen uralten und natürlich sehr mächtigen Vampir zu wecken, der seit 1000 Jahren schlief. Wie es halt so geht, der Unhold weckt den Vampirfürsten, der sieht leider gar nicht ein, warum er sich von einem selbsternannten Peinspalter durch die Gegend befehlen lassen soll und wendet sich gegen selbigen – merke: Auch Vampire können Morgenmuffel sein, die sich nicht gern wecken lassen. Am Ende mußten die Spieler also einmal mehr einsehen, daß es ihnen wieder nicht gelungen war, Unheil vom Land abzuwenden. Zwar war der Schurke vom letzten Moschen nun beseitigt, an seine Stelle ist aber ein noch mächtigerer Gegner getreten (wenngleich ein etwas zivilisierterer).

Entscheidend waren für mich aber die Details. Unglaublich, wie nachts aus dem mit roten und grünen Scheinwerfern beleuchteten See die NSCs als triefend nasse Untote hervorgekrochen kamen. Oder wie die versammelte Spielerschaft im Chor nur durch Worte versuchte, den Peinspalter zur guten Seite zu bekehren. Das waren prima Gänsehaut-Momente.

Weit weniger schön: Gleich dreimal hat es auf Moschen 10 “knack” gemacht. Das erste mal, als ich mich in der Entfernung verschätzt habe und Stella versehentlich mit der Armbrust in’s Gesicht geschossen habe (ist zum Glück und dank IDV-Pfeilen von Norbert außer dem Schrecken nichts passiert), das zweite mal, als der Bogen meiner Armbrust zerbrach und das dritte mal, als dank einer kalten Lötstelle meine Brille kaputt ging. Stellas leichte Schwellung der Lippe war mit etwas Eis schnell beruhigt, Bert hat mir geholfen, auf die Schnelle einen Ersatzbogen aus einer jungen Esche zu schnitzen und meine Brille… nun ja, ich kann nach drei Jahren eh eine neue brauchen.

Photos gibt’s diesmal von mir keine – ich habe in einem Anfall von Unlust die Kamera im Koffer gelassen. Nächstes mal wieder ;-)

Vor Lachen vom Stuhl gefallen

Kein Witz – ich bin gerade wirklich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen, als mich eine ratlose Corinna anrief, die über eine Stunde verzweifelt nach dem Knopf an einer edlen Nikon d40x digitalen Spiegelreflex-Kamera gesucht hat, mit dem sie, wie bei ihrer Kompaktkamera, auf dem rückseitigen Monitor sehen kann, was sie gerade aufzunehmen gedenkt. :-D Genau das ist ja der entscheidende Vorteil, den Spiegelreflexkameras gegenüber Kompaktkameras haben – daß man über den Sucher direkt durch das Objektiv blickt und entsprechend genau den Bildaufbau komponieren kann – und nicht auf das schwammige Bild eines winzigen Monitors angewiesen ist.

Ich gebe ja zu, nett war das nicht von mir. Aber ich konnte nicht anders als minutenlang zu kichern.

Das ist in etwa so, wie eine Stunde um ein Motorrad herumzuschleichen auf der Suche nach den fehlenden beiden Rädern – schließlich hat ein Auto doch auch vier.

Verbale Entgleisungen

“Auf welches Drachenfest willst Du denn dieses Jahr gehen?”

“Wie meinst Du das?”

“Ja, dieses Jahr wird es keines geben [...] F. [der Veranstalter] läuft total Amok [...] war ein halbes Jahr für D. [Vermieter des Veranstaltungsgeländes] nicht erreichbar [...] Pfändung [...] Ladengeschäft gibt es nicht mehr”

Ich kann nicht sagen, was mich an diesem Gesabbel irgendwann am Sonntag um vier Uhr früh mehr geärgert hat – der “Ich weiß alles und bin so viel exklusiver informiert“-Tonfall oder die absolute Eskalation in der Wortwahl.

Um erst einmal meine persönliche Position klarzumachen: Wenn auf einem Live-Rollenspiel etwas schief geht, leidet ganz schnell der Spielspaß der Teilnehmer darunter. Daß die sich dann ärgern und ihrem Unmut Luft machen, kann ich ziemlich gut nachvollziehen. Und ich kann es gleich doppelt gut verstehen, wenn die Orga offensichtliche handwerkliche Fehler gemacht hat.

Drachenfest 2006 ist aus meiner persönlichen Sicht nicht optimal gelaufen – zu wenig sanitäre Einrichtungen, mangelhafte Kommunikation durch die Orga, Ärger um die große Endschlacht um mal nur einige Punkte zu nennen, bis hin zur DVD, die inzwischen um über ein halbes Jahr verschoben wurde.

Wofür ich aber keinerlei Verständnis habe, sind all diese Wichtigtuer, die in ihrer grenzenlosen Selbstgerechtigkeit meinen, sie hätten nun das Recht auf eine verbale Hexenjagd, die sich auf ein paar Gerüchte stützen (von denen vielleicht das eine oder andere sogar einen wahren Kern haben mag, das will ich ja gar nicht ausschließen) und diese dann munter mit möglichst dramatischen Worten weiter unter’s Volk bringen müssen – ohne auch nur im geringsten eine Ahnung davon zu haben, was es überhaupt heißt, in seiner Freizeit eine Veranstaltung für 5.000 Personen zu organisieren.

Ja, ich habe mich über ein paar Dinge geärgert, die ich als klare Versäumnisse der Drachenfest-Orga 2006 sehe. Aber ich habe auch gesehen, daß die Orga trotz aller Beschimpfungen die ganze Woche die Zähne zusammengebissen hat und am Ball geblieben ist. Kritik ist sicher angebracht, und ich habe für jeden Verständnis, der aus seiner persönlichen Entäuschung über die Veranstaltung im letzten Jahr 2007 dem Drachenfest den Rücken kehrt. Aber eine Dämonisierung wie sie einigen LARPern scheinbar leicht von der Hand geht, halte ich für absolut unangebracht.

Wer sich selbst aufspielen und wichtig machen will, indem er andere mit Dreck bewirft, ist bei mir jedenfalls an der ganz falschen Adresse. Und der muß dann auch an einem Sonntagmorgen um vier damit rechnen, einen verbal heftigen Rüffel von mir zu kassieren.

Und solange ich nicht glaubhaft von einer Absage des Drachenfests höre, freue ich mich weiter darauf.

“Avonleigh Adversus Chroniken I” – ein Kurzbericht

Als Setting eine Hofhaltung von ein paar sinister-bösen Finsterlingen – na, das ist doch mal was anderes, dachte ich bei mir. Außerdem hatte die LARPzeit ohnehin angefragt, ob ich nicht mal einen Artikel über Schurken als Spieler-Charaktere schreiben könnte. Also auf zur Tannenburg.

Und außerdem war der erste Ausflug mit dem neuen Zeltofen überfällig. Dazu nur so viel: Er ist warm – verdammt warm. Mit dem kann man ohne Schwierigkeiten ein 7m x 7m-Zelt heizen. Ich mußte nachts immermal wieder das Zelt lüften, weil es so unerträglich heiß war.

Und man kann prima drauf kochen. Davon haben vor allem Dagmar und Ben profitiert, die sich von mir haben mit Tee und Pfannenbrot versorgen lassen.

Ich bin echt positiv beeindruckt von den Spielern. In der LARP-Szene herrscht allgemein das Vorurteil, daß Darsteller bösen Figuren, vor allem der Drow, meist unreife Teenager sind, die unbedingt supermächtige Charaktere spielen wollen. Davon war hier nichts zu spüren. Im Gegenteil. Es ist unglaublich, wieviel Mühe sich die Spieler mit ihren Kostümen und der glaubhaften Darstellung ihrer Figuren geben. Da muß ich einfach ein großes Lob aussprechen.

Photos gibt es in meiner Galerie.

Kamera-Umbau

Oh Mann – da kostet es wirklich Mühe, freundlich zu bleiben. Sowas verbohrtes…

Aber von vorne – nachdem meine digitale Spiegelreflexkamera schon drei Jahre alt ist und ich damit liebäugel, mir etwas “größeres” zuzulegen, ist natürlich die Frage, was ich mit meiner alten 300d mache. Und da bin ich auf die famose Weiterverwendung als Infrarot-Kamera gekommen. Da kann man in den USA. Weil’s kniffelig ist, möchte ich als Grobnotoriker das dann doch lieber einem Profi überlassen.

Also hatte ich heute Kontakt zu dem Hrn. Baader, dem Chef von Baader Planetarium. Die machen einen vergleichbaren Umbau, bloß zirkeln die einen anderen Filter für Astronomie-Fotografie in die Kamera. Und da liegt der Knackpunkt. Zunächst einmal möchte er keine anderen Filter als seine eigenen einbauen – soweit kann ich ihn recht gut verstehen, denn er möchte nicht zum Dienstleister für Kameraumbauten werden, sondern sich eben auf Astronomie spezialisieren.

Dann habe ich ihn gebeten, mir doch bitte die Abmessungen des notwendigen Filters zu sagen (also Höhe, Breite, Dicke). Denn ich würde, wenn möglich, den Filter (sichtbares Licht blocken, IR durchlassen) lieber in Deutschland bei einem Optiker anfertigen lassen, als teuer aus den USA zu bestellen. Da hat er massiv gemauert, da habe er viel Lehrgeld für bezahlt, und das wolle er mir nicht mitteilen. Himmel… wenn es ein Produktionsgeheimnis wäre, würde ich das ja verstehen. Aber Baader verkauft die Filter zum Selbsteinbau. Da kann jeder hergehen mit einem Meßstab und die drei Werte selbst ausmessen.

Nein, das wollte er mir nicht sagen. Und dann rückte er auch heraus, warum nicht – Life Pixel habe ihm damals auch nicht geholfen, das habe er sich alles selbst erarbeiten müssen. Und er empfahl mir den von mir gesuchten Filter bei Life Pixel zu bestellen – er treibt also Kunden zu Life Pixel, obwohl die ihm nicht geholfen haben? Das verstehe, wer will.

Naja – ich habe jedenfalls eine Werkstatt in München aufgetan, die den Umbau berwerkstelligen können (ich sage aber noch nicht, welche – mache ich, wenn der Umbau erfolgt ist). Und was den Filter angeht… ja mei… den werde ich wohl wirklich aus den USA bestellen müssen…

Das Verhalten vom Hrn. Baader interpretiere ich als verletzten Stolz gegenüber Life Pixel – mich als Kunden irritiert das eher. Ich fühle mich jedenfalls nicht gut beraten und werde nun sicher nicht freudestrahlend jedem dieses Geschäft empfehlen.