Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Archive for September, 2007

Mittelalterlich G’schrummel

Vergangenen Samstag war maein großer Einzugsstag. Und um mir nach erfolgreichem Hau-Ruck-Umzug was Gutes zu gönnen, bin ich spontan in ein Konzert der Mittelalterband “Geyers”
gegangen (der Arbeitskreis Dorgestaltung Poppenreuth hatte in die Pfarrscheune eingeladen). Und das war gleich in mehrfacher Hinsicht klasse. Denn zum einen kannte ich die Musik der Band noch gar nicht – und die ist wirklich gut. Zum anderen bin ich mit einigen Besuchern dort in’s Gespräch gekommen und habe dabei die Stadträtin Rosi Koch kennengelernt. Und die konnte mir einiges über das “Weltkaff” Fürth erzählen.

Geyers

Übrigens – das, was da auf dem Tisch liegt, ist tatsächlich eine Schlüsselfiedel.

Fürth

Die Erlanger mögen es mir nachsehen – aber ich finde die Stadt nicht besonders attraktiv. Auf keinen Fall attraktiv genug, um dort zu wohnen. Nürnberg wäre eine Alternative – aber die Stadt ist mir zu groß und ich mag den Stadtverkehr dort nicht.

Aber Fürth… Fürth hat mich mit seinen langen Straßenzügen, den Häusern aus der Gründerzeit und ihren Sandsteinfassaden für sich eingenommen. Ich wohne jetzt in einer feinen 3,5-Zimmer Wohnung in der Fürther Südstadt. Dieser Stadtteil war mal durch eine US-amerikanische Kaserne dominiert. Aber die Soldaten sind abgezogen und jetzt wird hier fleißig renoviert, entkernt und saniert. Die Wohnung, in die ich mich eingemietet habe, wurde allerdings schon vor 20 Jahren saniert. Aber ich mag sie.

Sie hat nur einen großen Nachteil: kaum Staufläche. Ich weiß nicht, wohin mit dem ganzen Kram. Es stapeln sich die Kisten, der Balkon steht voll. Ich werde in den nächsten Tagen nach und nach die Kartons sichten, wegwerfen oder bei ebay verkaufen.

Auf nach Franken

Am ersten Juli hat unsere Abteilung entgültig die angemieteten Büroräume am Franz-Josef-Strauß-Flughafen verlassen. Eigentlich war das überfällig, denn im Münchner Süden stehen firmeneigene Büros in Massen leer – aber totgesagte leben bekanntlich länger und so hat sich diese Kostenreduktionsmaßnahme nicht Wochen sondern Jahre hingezogen.

Von Moosburg aus ist’s zum Flughafen nur ein Katzensprung – nach Perlach dauert’s im Berufsverkehr dagegen über eine Stunde. Privat wollte ich auf keinen Fall in den Münchner Süden umziehen. Also habe ich bei meinem Boss das Thema “Versetzung an den Standort Erlangen” neu auf die Tagesordnung gesetzt. Und diesesmal war er endlich überzeugt, daß das eine gute Idee ist.

Damit war also klar, daß ich zum Geschäftsjahreswechsel (und dem Ablauf meiner Kündigungsfrist für die Wohnung in Moosburg) ab dem 1. Oktober in Erlangen arbeiten würde. Die Frage war nur noch, wo ich wohnen sollte?

Zeit wird’s

Seit dem vergangenen Wochenende sollte ich diesen Blog in “Ein Westfale in Franken” umbenennen…