Blechkarawanenakustik im Wohnzimmer
April 30th 2008 Posted at Unterwegs
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Als geborene Amerikanerin hat meine Kollegin Erika mich vorgewarnt: “Ohne Auto geht nichts.” Und damit hat sie verflixt recht. Austin ist, wie viele Städte in den USA, betongewordene Realität von Verkehrsplanervisionen der 50er Jahre. Riesige Teerschneisen zerteilen die Städte, die Highways sind sechs- bis achtspurig, die Verkehrsadern in der Innenstadt nicht weniger ausladend.
Öffentliche Verkehrsmittel gibt es kaum – und wenn, dann wird vor ihnen gewarnt. Nein, hier fährt man Auto. Selbst zum Supermarkt um die Ecke. Ich bin erst ein paar Tage hier und tatsächlich lassen mich Menschen an der Straße schon jetzt stutzig werden. Denn Fußgänger sind hier höchstens in der Innenstadt vorgesehen. Außerhalb findet man schlicht keine Gehsteige.
Und der Begriff “Rushhour” bekommt für mich, der mit München und Hamburg ja nun schon zwei sehr große deutsche Städte erlebt hat, eine ganz neue Bedeutung. Es ist unglaublich, wie hier pünktlich ab fünf die Blechkarawanen anschwellen.
Dafür ist es aber hip und modern, direkt am Highway in einer der riesigen, gleichförmigen Vorstädte zu wohnen. Lärmschutz ist dabei kein Thema. Im Gegenteil, die Häuser sind ohnehin so dünn isoliert, daß man den Verkehrslärm so erdulden muß, als hätte man sein Wohnzimmer direkt auf dem Mittelstreifen einer Interstate gebaut. Wohlgemerkt – direkt an einer Abfahrt eines Highways zu wohnen gilt hier als großes Verkaufsargument für Häuser.


Nein – auf diesem Foto ist nicht der “Owl Tower” zu sehen. Nachdem Katie mich nach unserem Trip nach San Antonio abgesetzt hatte, rief sie ganz begeistert an, ich müsse unbedingt meine Kamera nehmen und kommen. Der Owl Tower sei beleuchtet, ein Hochhaus, das, aus dem richtigen Winkel betrachtet, aussieht wie eine Eule. Stimmt aber nicht. Denn bei diesem Hochhaus handelt es sich tatsächlich um den Unviversitätsturm. Eben der, der 1966 Schauplatz eines 




