Ein Westfale in Bayern

Das ganz normale Leben südlich vom Weißwurst-Äquator

Category : Geocachen

In sternenklarer Nacht

Winterlandschaft wie im Bilderbuch Das Problem an den Seminaren ist, daß man meist wenig mehr als das Tagungshotel zu Gesicht bekommt. Den ganzen Tag ist man im Seminar – und abends sitzt man mit den Kollegen zusammen. Aber zumindest ein bißchen wollte ich von der Umgebung mitbekommen. Also habe ich mich heute früh um 5:30Uhr auf den Weg gemacht.

Der Himmel war noch pechschwarz, aber hing voller Sterne, der Weg in die Berge dick mit Schnee bedeckt. Die Tachenlampe blieb meist aus, denn ich wollte die Landschaft in dem dunkelblauen Licht erleben. Und als es dann ganz leise um mich war, nur das Knirschen von dem Schnee unter meinen Schuhen zu hören war – da wurde mir zum ersten Mal in diesem Dezember richtig weihnachtlich.

Nach einer langen Schleife über einen Berg wollte ich auf dem Rückweg zum Auto dann doch noch im ersten Morgenlicht einen Cache heben. Aber da hatte ich Pech. Obwohl sich der Himmel langsam von schwarz über dunkelblau nach orange aufhellte, wollte der vereiste Schnee den Cache-Behälter nicht preisgeben. Der Tipp des Besitzers “unter einem Baum” war im Wald nicht wirklich hilfreich.

Aber das macht nichts. Denn das eigentliche Erlebnis war für mich die Nachtwanderung durch den tief verschneiten Bergwald.

Im Frühtau zu Berge…

Zur blauen Stunde am Geocache Jonathan Seit gestern Abend bin ich in Grassau, im südöstlichsten Zipfel von Bayern, gar nicht weit von Salzburg. Hier liegt eine dichte Schneedecke und das Thermometer zeigt nachts minus neun Grad an. Hat sich halt doch gelohnt vor dem Wochenende noch die Winterreifen aufziehen zu lassen.

Aber ich will hier nicht nur das Tagungshotel sehen. Und deshalb lasse ich mich um sechs wecken und stehe eine Stunde später auf der Grassauer Alm – natürlich ein lächerlicher Aufstieg von ein paar Dutzend Höhenmetern, aber es reicht um mich Flachländer aus der Puste zu bringen. Und trotz der Schneedecke entdecke ich im Schein meiner Taschenlampe den Geocache “Möwe Jonathan“.

Und die blaue Stunde nutze ich gleich noch für ein paar weitere Photos von den Bergen und der vereisten Landschaft. Irgendwie sind die Alpen ja doch schön.

Burg Linn

In der Nacht von Freitag auf Samstag bin ich in Krefeld angekommen. Mein letzter Wochenendbesuch bei Stella liegt schon wieder viel zuviele Wochen zurück.

Wie es so ist – man kennt die Sehenswürdigkeiten der Stadt, in der man wohnt, am wenigsten. Um das zu ändern (und einen Geocache zu heben) stand heute Burg Linn auf unserem Programm, eine der größten Wasserburgen am Niederrhein. Die tiefstehende Abendsonne taucht die Burg in dunkeloranges Licht. Das Museum in der Burg zeigt wenig spektakuläres. Aber der die Burg umgebende Park ist in der klaren Winterluft einen Spaziergang wert.

Auf dem Turm von Burg Linn bei Krefeld

Den Cache haben wir leider nicht gefunden. Die Wegbeschreibung im Internet enthielt einen Fehler, wie wir leider erst später bemerkt haben. Schade. Aber der Ausflug hat sich schon allein wegen der Burg gelohnt.

Geocaching

Mein mit dreieinhalb Jahren doch schon recht betagtes Handy Siemens SX1 funktioniert noch. Das ist deswegen fein, weil ich heute Geocachen wollte. Aber von vorne, denn Geocachen habe ich hier noch nie erwähnt. Mit einem GPS-Gerät kann mn ja relativ genau seine Position bestimmen. Da kamen einige Leute auf die Idee daraus eine moderne Schnitzeljagd zu machen. Man gibt andere Leuten ein paar Kooridinaten vor, die dieser dann mit Hilfe seines GPS-Geräts aufsucht. An diesem Ort versteckt man dann einen kleinen Behälter, in dem sich ein Logbuch befindet, eine Art Gipfelbuch. Und weil das allein zu langweilig wäre, sind die Behälter oft etwas größer, und man findet als Schatzsucher darin allerlei Tand. Und damit sich auch der nächste Finder freut, nimmt man nicht nur etwas von dem Tand heraus, sondern legt auch etwas neues hinein.

Nun wäre es dieses Weitersagen von Kooridinaten, an denen man einen Schatz (Cache) finden kann sehr mühselig, gäbe es nicht mehrere Internetplattformen, auf denen man sein Versteck bekanntgeben kann. Ich habe zum Beispiel in der Nähe meines Elternhauses einen Cache versteckt.

Mein altes SX1-Handy kann ich mit einem kleinen zusätzlichen Empfänger und der passenden Software in einen prima GPS-Empfänger verwandeln. Nachdem mir in den letzten Tagen zum Stubenhocken verdammt war, konnte ich heute das bewölkte aber warme Wetter endlich nutzen, um mal wieder vor die Tür zu gehen.

Schatzkisten müssen nicht immer alte Holztruhen sein. Beim Geocachen reicht Tupperware.

Gleich zwei Verstecke habe ich heute am Frankenschnellweg entdeckt. Ich hatte nach zwei Jahren Pause schon fast vergessen, wieviel Spaß das macht. Solange noch kein Schnee liegt (dann sind die Schatzkisten meist sehr schwer zu entdecken) muß ich das unbedingt wieder öfter machen.